

Wenn ihr im Sommer mal eine erfrischende Abkühlung braucht, dann baut euch doch einfach eine Fliehkraftpumpe. Am besten macht man das draußen im Garten - es wird nämlich ganz schön nass!

Der Versuch ist schnell aufgebaut. Füllt den Eimer voll Wasser. Steckt den Schlauch rein und saugt das Wasser an oder lasst den Schlauch voll Wasser laufen. Dann schwingt ihn in schnellen Kreisbewegungen durch die Luft. Wie durch Zauberhand wird das Wasser aus dem Eimer oben aus dem Schlauch raus geschleudert. Herrlich erfrischend!

Dass das Wasser aus dem Schlauch spritzt, hat etwas mit zwei unterschiedlichen physikalischen Gesetzen zu tun: nämlich mit der Fliehkraft und dem Luftdruck. Wenn ihr den Schlauch auf einer Kreisbahn durch die Luft bewegt, sorgt die Fliehkraft dafür, dass das Wasser aus dem Schlauch gedrückt wird. Die Fliehkraft - auch bekannt als Zentrifugalkraft - wirkt auf Körper ein, die sich auf einer Kreisbahn bewegen. Sie zieht an ihnen - weg vom Kreismittelpunkt. Bei unserem Versuch heißt das, die Fliehkraft "zieht" das Wasser vom Schlauchende weg. Deshalb spritzt es durch die Luft.

Das zweite Gesetz, das an der Fliehkraftpumpe beteiligt ist, ist der Luftdruck. Der ist überall um uns herum. Wenn oben aus dem Schlauch das Wasser spritzt, dann herrscht für einen kurzen Moment im Schlauchinneren ein geringerer Luftdruck als um den Schlauch herum, denn für diesen winzigen Moment ist im Schlauch fast nichts mehr drin - weder Luft noch Wasser. Der höhere Luftdruck von außen sorgt jetzt dafür, dass das Wasser aus dem Eimer in den Schlauch hoch gedrückt wird. Und das, was hoch gedrückt wird, spritzt wieder oben raus und so weiter und so weiter. Das passiert so lange, bis der Eimer leer ist!
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