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Wie kann man die Himmelsrichtung bestimmen?

Himmelsrichtung; Rechte: WDR

Es gibt bekanntlich vier Himmelsrichtungen: Norden, Süden, Osten und Westen. Aber wie kann man sie ohne Karte oder Kompass bestimmen? Jeder Klugscheißer weiß: Im Osten geht die Sonne auf. Von dort wandert sie im Laufe des Tages über Süden nach Westen - dort geht sie dann unter. Nur im Norden sieht man die Sonne nie… So weit, so gut!

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Und was macht man nachts?

Der Nachthimmel hat viele Orientierungshilfen zu bieten. Anhand von Sternbildern kann man Himmelsrichtungen ziemlich genau bestimmen: Da ist zum Beispiel das Sternbild großer Bär oder auch großer Wagen genannt, wobei das streng genommen nur ein Teil des großen Bären ist. Den großen Wagen kann man das ganze Jahr über am Sternenhimmel sehen - natürlich nur, wenn es nicht bewölkt ist. Der große Wagen sieht aus, wie ein viereckiger Kasten mit Griff. Wenn man die beiden Sterne, die die Rückseite des Kastens bilden, durch eine gedachte Linie verbindet und diese Linie fünf Mal in die gleiche Richtung nach oben verlängert kommt man an einem Stern aus, der sehr hell leuchtet. Das ist der Polarstern, und der zeigt einem ziemlich genau an, wo Norden ist. Außerdem ist er der äußerste Stern des Sternbildes kleiner Wagen oder kleiner Bär.

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Wenn ihr euch an einem bewölkten Tag orientieren müsst, an dem es weder Sonne noch Sterne gibt, sucht eine richtig alte Kirche, wie den Kölner Dom zum Beispiel. Sein Grundstein wurde vor fast 800 Jahren gelegt: nämlich im Jahr 1248. Diese und die meisten anderen sehr alten Kirchen haben nämlich eins gemeinsam: Der Altar steht in Richtung Osten. Das heißt, der Kirchturm steht im Westen. Gibt es keine alte Kirche in eurer Nähe, sucht nach Satellitenschüsseln. Die meisten Parabolantennen in Deutschland zeigen nach Süden, wenn man es ganz genau nimmt nach Süd-Süd-Ost.

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Und was macht man, wenn man weder Sonne noch Sterne sehen kann?

Seid ihr tagsüber draußen in der Natur, und ist keine Kirche und keine Satellitenschüssel weit und breit, müsst ihr nach Kompass- oder Stachellattich Ausschau halten. Er wächst meist am Wegesrand und hat - wenn er an einer sonnigen Stelle gewachsen ist - eine bemerkenswerte Eigenschaft. Seine Blätter drehen sich nämlich nach der Sonne. Die Blattspitzen zeigen meist in Nord-Süd-Richtung. Gleichzeitig stellen sich die Blattflächen hochkant. Dabei zeigen sie nach Osten und Westen. Aber warum macht die Pflanze das? Ganz einfach: die Blattstellung ist optimal, um nicht zu viel Wasser durch Verdunstung zu verlieren. So trifft die Sonne nämlich nur morgens und abends voll auf die Blattflächen. In der Mittagszeit, wenn es am heißesten ist, trifft die Sonne hingegen nur auf die Kanten der Blätter. Und für uns hat das noch einen Vorteil: Wir können an den Blättern sehen, wo wir lang müssen!

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© WDR 2016
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