
Ursprünglich kommt die Redensart aus dem Mittelalter. Damals waren die Menschen davon überzeugt, dass all ihre Sünden aufgeschrieben werden, damit nur ja keine vergessen wird. Am Tag des jüngsten Gerichts sollte dann anhand der Liste mit Sünden entschieden werden, ob man in den Himmel oder in die Hölle kommt. So glaubte man es jedenfalls. Je weiniger Sünden man zu Lebzeiten begangen hatte, desto besser würde man am Tag des Jüngsten Gerichts natürlich wegkommen.
Derjenige, der die Sünden der Menschen aufschrieb, war niemand anderes als der Teufel höchstpersönlich. Er notierte die kleinen und großen Sünden der Beichtenden auf Pergament. Das wurde aus der Haut von Schafen, Ziegen und Kälbern hergestellt. Auch aus der Haut einer Kuh konnte man Pergament herstellen. Das Stück Pergament aus der Kuhhaut war dann im Verhältnis zu dem aus der Ziegenhaut viel größer.
Und dennoch: wenn jemand schrecklich viel zu beichten hatte, passten all die Sünden eben nicht einmal auf eine Kuhhaut!
Übrigens: eine ausgewachsene Kuh ist ca. 2 Meter 50 lang, 1 Meter 50 hoch und 80 cm breit. Das macht also insgesamt ungefähr 4 Quadratmeter Kuhhaut. Da musste man schon ganz schon viel gesündigt haben…
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