

Unglaublich aber wahr: Luft gibt es wirklich, auch wenn sie unsichtbar ist. Aber wie kann man das beweisen? Unser Versuch bringt Licht ins Dunkel.

Wenn ihr das blaue Wasser in das Glas mit rotem Wasser kippt, schwappt es irgendwann über und läuft in die Schüssel, die ihr hoffentlich untergestellt habt. Der Platz im Glas ist schließlich schon besetzt - in diesem Falle mit rotem Wasser - und wenn mehr (blaues) Wasser dazukommt, läuft das rote über den Rand, sobald das Glas nicht mehr Wasser fassen kann. Soweit - so einleuchtend. Aber was hat das Ganze mit Luft zu tun?
Um das herauszufinden, müsst ihr nun das leere Glas mit dem Trichter und der Knete präparieren. Den Trichter steckt ihr ins Glas und dichtet den Rand zwischen Trichter und Glas mit der Knete ab, so dass die Luft nur noch über den Trichter entweichen kann.

Gießt ihr jetzt das blaue Wasser in den Trichter, werden vielleicht ein paar Tröpfchen ins Glas sickern, aber das Glas wird nicht voll Wasser laufen - es wird sich im Trichter sammeln. Aber das Glas ist doch leer, oder?

Die Luft im Glas braucht Platz. Da sie nirgends entweichen kann, versperrt sie dem Wasser den Weg, und es kann nicht hineinlaufen. Das Glas ist also doch nicht leer, es ist bereits gefüllt - mit Luft. Ein unschlagbarer Beweis für diese luftige Existenz.
Wenn ihr in die Knetmasse am Rand ein Loch bohrt, oder ein Stückchen entfernt, kann die Luft da raus und so dem Wasser im Trichter Platz machen. Genauso, wie das rote Wasser überschwappt, um dem blauen Platz zu machen, muss auch vorher die Luft aus dem Glas entweichen, ehe es sich mit etwas anderem - in diesem Falle mit blauem Wasser - füllen kann.
Auch wenn sie unsichtbar ist - Luft ist immer da, und auch wenn man sie nicht sieht, braucht sie Platz.
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