
Blau- und Kohlmeisen sind gesellige Artgenossen. Sie finden sich nicht nur in Wäldern gut zurecht, sondern auch in Städten. In Gärten, Parks und anderen Grünanlagen zwitschern sie ihre Lieder und gehören schon lange zu den häufigsten und bekanntesten Vogelarten. Im Laufe der Zeit haben sie sich dem Menschen eng angeschlossen und gesellen sich so auch schon mal gerne an die ein- oder andere Futterstelle in heimischen Gärten. Nehmen wir die beiden Piepmatze also mal genauer unter die Lupe und schauen uns Gemeinsamkeiten und Unterschiede an!
Beide haben einen gelben runden Bauch und eine ebenso gelbe Brust. Ihre Wangen sind weiß. Ihr gemeinsames und augenscheinlichstes Markenzeichen ist aber schlichtweg das gelbe Bauchgefieder. Sonst sind sie sich von außen betrachtet nicht weiter ähnlich. Wie der Name schon sagt, die Blaumeise ist blau. Sie hat ein blau-gelbes Gefieder. Die Kohlmeise hingegen ist eher schwarz-gelb und um den Kopf herum ist sie schwarz-weiß gefleckt.
Weil die Kohlmeise viel größer ist als die Blaumeise, kann sie auch viel lauter und härter singen. Trotzdem kommt es schon mal vor, dass man den Gesang einer Blaumeise mit dem einer Kohlmeise verwechselt. Zwar haben beide Vogelarten typische Reviergesänge, und die Blaumeise trillert im Gegensatz zur Kohlmeise einen sehr gleichförmigen Gesang, aber eine ihrer Strophenteile ist dem Zwitschern der Kohlmeise zum täuschen ähnlich.
Beide Meisen sind Höhlenbrüter. Natürliche Nisthöhlen, wie ausgehöhlte Baumstämme oder Gestrüppe sind in der Stadt oft schwer zu finden. Deshalb werden oft selbstgebaute Meisenkästen in Gärten und Grünanlagen aufgehängt. Zudem sind beide Meisenarten sehr erfinderisch! Sie bauen selbst an sehr originellen Plätzen ihre Nester: zum Beispiel in Betonsockeln, Ampelanlagen, verstopften Regenrinnen oder in Briefkästen.
Kohlmeisen lieben Erdnüsse. Blaumeisen auch. Eigentlich leben beide Vogelarten von Insekten. Im Herbst und Winter aber, wenn die kleinen Insekten sich rar machen, ernähren sich die Vögel auch gerne von Samen, Nüssen und Beeren. Deshalb nennt man Blau- und Kohlmeisen auch Standvögel - sie müssen im Winter nicht in den wärmeren Süden fliegen, um zu überleben.
Auch wenn sie andere Melodien trillern und die einen klein und blau, die anderen eher groß und schwarz sind, so sind sich die beiden Meisenarten in jedem Fall sehr ähnlich. Man kann die gelbbäuchigen Piepmatze in Gärten sogar nebeneinander ansiedeln, indem man viele Meisenkästen mit verschieden großen Einfluglöchern nebeneinander aufhängt. Ah!
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