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Wissen macht Ah!

Das famose Experiment

Monochord – das Instrument zum Selberbauen

Abbildung 1.; Rechte: WDR

Das Monochord ist ein sehr altes Instrument, mit dem schon Pythagoras gern herumexperimentierte. Der griechische Philosoph lebte vor etwa 2500 Jahren. Er fand heraus, wie man die Saiten eines Instruments einteilen muss, um unterschiedliche und harmonische Töne zu erhalten. Außerdem war Pythagoras ein Mathe-Ass – denn er verstand schnell, dass man die Beziehungen der Töne untereinander mathematisch beschreiben kann. Für seine Versuche hat er das Monochord erfunden – wir haben die Bauanleitung:

Monochord; Rechte: WDR

Man nehme:

  • einen langen, schmalen Pappkarton
  • ein Cuttermesser
  • ein großes Gummiband
  • zwei dicke Rundhölzer
  • ein dünnes Rundholz
  • Tesafilm
  • einen Zirkel
  • ein Lineal
  • ein Bleistift

Wie groß euer Monochord wird, könnt ihr selbst bestimmen – das hängt nämlich von der Größe eures Pappkartons ab. Wir haben einen Karton benutzt, der etwa 50 cm lang, 30 cm breit und 10 cm tief ist.

Monochord; Rechte: WDR

Zuerst zeichnet ihr mit Lineal und Bleistift ein, wo sich der Länge nach die Mitte des Kartons befindet. So entstehen zwei Hälften. In die Mitte der einen Hälfte schneidet ihr ein rundes Loch. Dafür benutzt ihr am besten den Zirkel. Das Loch in unserem Pappkarton hat einen Durchmesser von 10cm. Bei größeren oder kleineren Kartons könnt ihr das Loch entsprechend größer oder kleiner gestalten.

Monochord; Rechte: WDR
Monochord; Rechte: WDR

Jetzt klebt ihr die beiden dickeren Rundhölzer jeweils oben und unten an die Kanten wie in Abbildung 1. Die Rundhölzer sind Abstandhalter. So kann das Gummiband, das ihr längs über die Mitte des Kartons spannt, frei schwingen. Das Gummi ist die Saite eures Instruments. Wenn ihr sie nun anschlagt, hört ihr einen tiefen Ton. Mit dem dünneren Rundholz könnt ihr jetzt auch andere Töne anschlagen. Dafür steckt ihr es zum Beispiel einfach unter die Hälfte des Gummibands. Dann drückt ihr das Gummi mit dem Finger auf das Rundholz. Eure Saite (also der Teil, der frei schwingt) ist jetzt nur noch halb so lang. Beim Anschlagen klingt der Ton deshalb höher – und zwar genau eine Oktave höher.

Monochord; Rechte: WDR

Wenn ihr das Rundholz bei zweidrittel unter die Saite klemmt, dann klingt der Ton wieder anders. Jetzt habt ihr eine so genannte Quinte erzeugt. Bei dreiviertel eine Quarte und immer so weiter! Wenn ihr wollt, könnt ihr jetzt noch eine Skala auf das Monochord malen und die möglichen Töne und ihre Stufen alle ausprobieren!

© WDR 2016
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