

Beim Eierkochen gibt's oft ein Problem: Sobald man das Ei ins kochende Wasser legt, platzt die Schale auf und das Eiweiß quillt heraus.

Legt man ein Ei in kaltes Wasser, platzt es nicht. Auch wenn es einfach irgendwo herumliegt, platzt es nicht. Es hat also mit dem kochenden Wasser zu tun und außerdem mit dem Inhalt des Eis. Im Ei-Inneren befindet sich das Eigelb und das Eiweiß - aber das ist nicht alles: Zwischen Eigelb und Eiweiß sitzt ein dünnes Häutchen, das mit der Innenseite der Schale verbunden ist. Am stumpfen Ende des Eis ist diese Eihaut allerdings von der Schale abgelöst, so dass sich dort zwischen Eihaut und Schale ein Luftkörper bildet. Das kann man gut erkennen, wenn man ein gekochtes Ei längs durchschneidet. Unten am stumpfen Ende scheint ein Stück Ei zu fehlen. An dieser Stelle war vorher der Luftkörper.

Das liegt daran, dass Luft sich bei Wärme ausdehnt. Stellt man eine Flasche, in der nur Luft ist, in kochendes Wasser und verschließt sie oben mit einem Luftballon, dehnt sich die Luft durch die Wärme des Wassers aus - der Luftballon bläst sich auf. Warme Luft braucht also mehr Platz als kalte. Natürlich dehnt sich auch die Luft im Ei aus, sobald es in heißes Wasser gelegt wird. Und da sich die harte Schale nicht einfach aufblähen kann, wie der Luftballon, platzt sie auf.

Die Eierschale macht den Eindruck, als sei sie ziemlich dicht. Es läuft ja nichts aus. Bei genauer Betrachtung - natürlich um ein Vielfaches vergrößert - hat sie viele mikroskopisch kleine Löcher, durch die Luft hereinkommen kann. Legt man das Ei in heißes Wasser erwärmt sich die Luft im Ei so schnell, dass sie durch die winzigen Löcher nicht rechtzeitig wieder entweichen kann, es entsteht ein hoher Druck bis die Eierschale platzt.

Piekst einfach vor dem Kochen an der stumpfen Seite des Eis mit einem Eierpiekser ein Loch hinein. Da kann die Luft schnell entweichen, es wird kein Druck aufgebaut und das Ei bleibt ganz.
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