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KuriosAh!

Warum steigt ein Strohhalm in sprudelndem Wasser auf?

Strohhalm; Rechte: WDR

Ein Glas mit frischen Sprudelwasser. Wie erfrischend! Als echte Klugscheißer wisst ihr, dass ihr damit nicht nur prima euren Durst löschen könnt, sondern auch, was es mit den vielen kleinen Bläschen auf sich hat: Im Sprudelwasser, in der Limo und in den anderen sprudelnden Getränken ist nämlich Kohlenstoffdioxid enthalten. Dieses Gas sorgt für das Geblubber. Aber warum bleibt ein Strohhalm nicht einfach im Sprudelwasser stehen, sondern wandert immer an die Oberfläche?

Strohhalm; Rechte: WDR

Das Kohlenstoffdioxid reagiert mit Wasser. Während das Gas über die Bläschen entweicht, bleibt im Getränk Kohlensäure zurück. Kohlensäure sorgt für einen besseren (säuerlichen) Geschmack und für längere Haltbarkeit. Öffnet ihr eine Flasche mit Sprudelwasser, entweicht das überschüssige Kohlenstoffdioxid. Über die kleinen Bläschen steigt es nach oben und entweicht in die Umgebungsluft. Die Kohlensäure bleibt im Getränk zurück.

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Aber warum wandert jetzt der Strohhalm im Sprudelwasser immer nach oben?

Ganz einfach: Das Kohlenstoffdioxid will das Wasser schnellstmöglich verlassen. Das tut es mithilfe der Bläschen. Besonders große Bläschen können sich an einer rauen Oberfläche bilden. Sie können sich dort besser "festhalten" und länger wachsen, bevor sie nach oben steigen. Winzige oft unsichtbare Kratzer im Glas zum Beispiel reichen dafür schon aus. Ritzt ihr mit einem spitzen Gegenstand den Rand des Glases an, könnt ihr beobachten, dass sich dort vermehrt Blasen bilden.

Strohhalm; Rechte: WDR

Noch besser kann man das beobachten, wenn man eine Rosine ins Wasser wirft. An ihrer faltigen Oberfläche bilden sich so viele Bläschen, dass sie die Rosine auf ihrem Weg an die Wasseroberfläche mit nach oben ziehen. Oben angekommen entweichen die Bläschen in die Luft. Die Rosine sinkt, bis sich wieder genug Bläschen gebildet haben, um sie mit an die Oberfläche zu nehmen und so weiter.

Strohhalm; Rechte: WDR

Genau das gleiche passiert auch mit dem Strohhalm. Dieser hat auch an seiner Oberfläche winzig kleine Risse, die man mit dem bloßen Auge nicht sehen kann. Außerdem bilden sich Bläschen gerne an Materialien, die mit Kohlenstoff verwandt sind so wie Kunststoffe. Da der Strohhalm ziemlich leicht ist, sinkt er - im Gegensatz zur Rosine - nicht mehr nach unten, sobald das Kohlenstoffdioxid ihn mit nach oben genommen hat.

Ah!

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