

Habt ihr euch schon mal Gedanken darüber gemacht, warum wir einen Teebeutel immer in heißem Wasser ziehen lassen? Warum macht man sich keinen "Eistee" in kaltem Wasser? Dafür gibt es einen guten Grund.

Wenn ihr einen Teebeutel in kaltes Wasser hängt, werdet ihr beobachten, dass sich das Wasser nur sehr langsam verfärbt. Das heißt, der Tee löst sich nur im Schneckentempo auf. Wenn ihr einen Teebeutel in sehr heißes Wasser hängt, könnt ihr bereits nach wenigen Sekunden sehen, wie sich das Wasser durch den Teebeutel verfärbt.

Das Wasser besteht aus ganz vielen kleinen Teilchen, den Molekülen. Diese bewegen sich im Wasser hin und her. Sie stoßen sich gegenseitig ab und ziehen sich wieder an. Je mehr Energie diese Moleküle besitzen, desto schneller bewegen sie sich. Und Energie kann man Molekülen durch Hitze zufügen. Die Hitze des kochenden Wassers sorgt dafür, dass sich die Wasser-Moleküle sehr schnell bewegen. Sie stoßen viel öfter aneinander und geben Informationen schneller weiter. Und so werden die Teewirkstoffe ziemlich schnell aus dem Teebeutel gelöst und verteilt. Im kalten Wasser dauert das merklich länger. Dort bewegen sich die Moleküle nämlich sehr langsam.
Habt ihr aber nur kaltes Wasser und wollt nicht darauf warten, bis sich der Tee im Wasser gelöst hat, nicht verzagen! Nehmt einfach einen Löffel zum Umrühren. Das setzt die Moleküle auch in Bewegung.