http://www.wdr.de/tv/wissenmachtah/bibliothek/tintenkiller.php5

27.05.2012

Das Erste ist das Fernsehen
Wissen macht Ah!

KuriosAh!

Wie funktioniert ein Tintenkiller?

Tintenkiller; Rechte: WDR

Und schon ist es passiert! Ein Rechtschreibfehler! Einen kurzen Moment seid ihr unkonzentriert und habt euch verschrieben. Kein Problem, wenn ihr mit blauer Füller-Tinte geschrieben habt. Dafür gibt es ja Tintenkiller. Einfach ein paar mal mit dem Killer drüber streichen und der Fehler verschwindet – faszinierend! Und sehr praktisch. Doch wie funktioniert das?

Tintenkiller; Rechte: WDR

Dazu muss man zunächst mal etwas Wichtiges über Licht wissen. Licht ist nicht einfach nur hell oder weiß oder durchsichtig, es besteht aus vielen einzelnen Farben – die Farben des Regenbogens. Ein Regenbogen ist nämlich nichts anderes als nach all seinen Farben aufgespaltetes Licht. Also grundsätzlich sind alle Farben im Licht enthalten. Je nachdem, welche Farben herausgefiltert werden, ergeben sich die Farben, die das Auge dann tatsächlich wahrnimmt.

Tintenkiller; Rechte: WDR

Tinte besteht aus Wasser und Farbstoff. Die Moleküle – das sind die kleinsten Bestandteile - des Tintenfarbstoffes haben eine ganz bestimmte Struktur. Sie sind ganz flach. Das führt dazu, dass sie aus dem hellen Licht die gelben Farbanteile herausfiltern. Die Farbanteile, die übrig bleiben, erscheinen für unser Auge blau.

Tintenkiller; Rechte: WDR

Der Hauptbestandteil des Tintenkillers ist ein Bleichmittel: Natriumsulfit. Es sorgt dafür, dass sich die Struktur des Farbstoffmoleküls der Tinte verändert. Es ist dann nicht mehr flach, es wird zu einer Pyramide. Das wiederum führt dazu, dass nun gar keine Farbanteile mehr herausgefiltert werden. Das ganze Licht, das auf das Blatt Papier trifft wird reflektiert und erreicht unser Auge – damit wird die Farbe blau für uns unsichtbar. Wir sehen nur das weiße Papier (oder die Farbe, die das Papier hat).

Tintenkiller; Rechte: WDR
Tintenkiller; Rechte: WDR

Ob wir die blaue Tinte sehen oder nicht, hat also mit der Struktur der Farbmoleküle zu tun. Ist sie flach, erscheint unserem Auge die Tinte blau, weil die gelben Farbanteile herausgefiltert werden. Ist sie pyramidenförmig, erscheint uns die Tinte – wie das Licht – durchsichtig, unsichtbar, weil nun nichts mehr herausgefiltert wird. Die Tinte verschwindet also nicht wirklich – wir können sie nur nicht mehr sehen!

Ah!

© WDR 2012
Aus dieser Folge

Aus dieser Folge

Suche

Suche in der Bibliothek


Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW

Du hast den roten Knopf gedrückt! Ganz schön mutig. Aber leider ist auf deinem Computer kein Adobe Flash Player installiert oder das Gerät, welches du benutzt, unterstützt den Adobe Flash Player nicht.
Hier kommst du zurück zur normalen Ansicht der Website.