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Ratgeber
Wunderschön!
Sendung vom 24. Juli 2011
Münsterland
Die Parklandschaft des Münsterlandes lädt auf über 4.500 Kilometern ausgeschilderter Wege zu ausgedehnten Radtouren ein. Malerische Schlösser, Burgen und hübsche Dörfer geben reichlich Gelegenheit zu Zwischenstopps. Aber auch sonst gibt es viel zu erleben für Familien, die Kultur, Action und Unterhaltung suchen. Wie wäre es mit einer Kanutour auf der Werse vor den Toren Münsters oder einem Besuch des rock’n’popmuseums in Gronau? Außerdem ist das Münsterland mit 100.000 Pferden die Pferdeadresse Nummer eins in NRW. Wo könnte man also besser Reiterferien machen?
Ausreiten, mit Ponys kuscheln und sich um ein eigenes Pferd kümmern - Reiterferien sind für viele Mädchen im Grundschul- und Teenageralter das Größte. Den Urlaub unter Gleichgesinnten verbringen, ganz ohne die Eltern, gibt vielen Kindern Selbstvertrauen. Sie kommen gestärkt vom Landausflug zurück. Ein Urlaub also, von dem Kinder und Eltern profitieren.
In der Nähe der Pferdestadt Warendorf liegt der Ponyhof
Georgenbruch, der seit über 1.000 Jahren in Familienbesitz
geführt wird. Erinnerungen an die Pferde-Idylle der
Immenhoffilme kommen beim Besuch des westfälischen Gutshofs
auf. 100 Hektar Wiesen, Felder und Wälder, überall Ponys
und Pferde, über 90 insgesamt.
Die Kinder bleiben entweder zum Schnupperwochenende oder direkt
eine ganze Woche hier. Jedes Kind ist für die Zeit des
Aufenthaltes für sein Pferd, auf dem es auch reitet,
verantwortlich. Bekannt ist der Hof für seinen qualifizierten
Reitunterricht, der zweimal am Tag stattfindet. Für die
Fortgeschrittenen steht nachmittags ein Ausritt auf den umliegenden
Reitwegen oder Springunterricht auf dem Programm.
Udo Lindenberg ist der bekannteste Sohn der Stadt Gronau, er war Mitideengeber für dieses Museum. Eltern und Kinder machen eine gemeinsame Reise durch die Geschichte der Rock- und Popmusik des 20. Jahrhunderts, die hier multimedial erlebbar wird. Videoleinwände, Soundboxen zum Aufziehen, Fotos, Plakate und Filme zeigen internationale Ikonen der Popkultur aus verschiedenen Epochen: von Elvis über die Rolling Stones bis hin zu Robbie Williams. Jede Generation hat ihre eigenen Rockhymnen und das ist das Reizvolle am Familienausflug in diese lebendige Ausstellung. Die ältere Generation erinnert sich an die Jugend, wenn der Sound von damals erklingt. Der Nachwuchs wundert sich, was man wohl mit einem Walkman gemacht hat. Zu sehen sind neben Originalinstrumenten auch Erinnerungsstücke wie die Bühnenhandschuhe von Marlene Dietrich, das Hemd von Jimi Hendrix oder die Cannabisdose von John Lennon. Im digitalen Soundstudio können die Besucher mithilfe einer ausgeklügelten Technik selbst Sounds erstellen und dazu in der Greenbox ein eigenes Musikvideo aufzeichnen. Das rock’n’popmuseum muss keiner verlassen, ohne selbst ein Star geworden zu sein.
Die Werse ist ein Nebenfluss der Ems und wird gerne als Dschungelfluss des Münsterlandes bezeichnet. Beliebter Startpunkt für Kanutouren auf der Werse ist die Pleistermühle vor den Toren Münsters. Das ist auch der Startpunkt für das Kanucamp, das sich an Familien richtet, die gerne mit einer Gruppe paddeln und die Nacht am Flussufer verbringen möchten. Von der Pleistermühle geht es zum Wersepark Sudmühle, einem Schwimmbad in der Natur, wo auch die Zelte für die Nacht aufgeschlagen werden. Die Strecke ist sieben Kilometer lang. Familien schaffen die Distanz locker in vier Stunden, Pausen inklusive. Gemütlich geht es auf der Werse zu. Das Flüsschen ist durch Wehre gestaut und hat daher kaum Fließgeschwindigkeit. Sie ist auch bestens für Familien mit kleineren Kindern geeignet. Knorrige Trauerweiden, verträumte Wochenendhäuschen und schattige Wälder säumen das Ufer. In Windungen schlängelt sich die Werse durch die Wald- und Wiesenlandschaft. Der Kanuanbieter sorgt für die Logistik und den Gepäcktransfer zum Wersepark. Auf Wunsch werden Tipizelte zur Verfügung gestellt, ein Programm wie Bogenschießen oder einen Slack-Line-Parcours kann man dazubuchen. Für Kinder ist eine Kanutour mit Übernachtung im Zelt ein echtes Abenteuer und schnell ist eine ganze Rasselbande zum Kicken, Schwimmen oder Volleyballspielen unterwegs. Die Erwachsenen haben sich am Lagerfeuer meist viel zu erzählen.
Carolin Wagner
Stand: 24.07.2011
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