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Ratgeber
Wunderschön!
Sendung vom 24. Juli 2011
Eifel
Wer für einen Kurzurlaub in die Eifel fährt, sucht vor allem Natur, frische Luft, Landleben und Bewegung. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Funsportmöglichkeiten, romantische Städtchen wie Monschau, Burgen und jede Menge Angebote für den kühlen Wasserspaß. Wir haben uns auf die wilde Seite der Eifel konzentriert und sind in die einmalige Natur der Region eingetaucht. Im Nationalpark Eifel und in einem Wildniscamp, in dem Vater und Sohn der Zivilisation für drei Tage den Rücken kehren.
Bei dem Vorschlag zu wandern maulen die meisten Kinder. Der
Nationalpark Eifel lässt sich aber nicht nur zu Fuß
erkunden. Seit Kurzem gibt es „Pedelecs“,
Fahrräder mit Elektrohilfsmotor. So kommen auch Kinder
spielend einfach jeden Hügel der Eifel hoch. Unsere
Testfamilie hat sich die Räder am Nationalparktor in
Gemünd ausgeliehen. Von dort radeln sie entlang der Urft bis
zur Urftseestaumauer. Nach wenigen Kilometern verwandelt sich das
Urfttal in eine canyonartige Landschaft. Die Pedelecs können
an verschiedenen Stationen im Nationalpark und der gesamten Eifel
ausgeliehen werden. Zahlreiche Betriebe bieten Akkuaufladestationen
an; die werden aber erst nach rund 50 gefahrenen Kilometern
notwendig.
Unsere Familie wechselt an der Urftseestaumauer von den
Elektrorädern auf das Elektroboot, das lautlos über den
Obersee gleitet. Der Obersee ist Trinkwasserreservoir und daher nur
für den sanften Wassertourismus zugelassen. Die Schiffstour
führt durch das Herz des Nationalparks, die Schönheit der
wilden Landschaft lässt sich vom Wasser aus besonders
genießen. Nicht umsonst wird die Seenplatte auch der
„Amazonas der Eifel“ genannt. Am Ziel in Einruhr gibt
die Familie die Pedelecs wieder ab.
Im Wildniscamp in Dahlem bei Nettersheim tauchen Familien oder Väter und Söhne für ein Wochenende in die Wildnis ab. Wildniscamp, das heißt: kein Telefon, keinen Computer, schlafen in einfachen Hütten und essen am Lagerfeuer. Auf dem Programm stehen Aktivitäten, die man zum Überleben in der Wildnis braucht. Wildnistrainer Uwe Belz hat selbst ein Jahr in der Wildnis in den USA verbracht und weiß sein Outdoor-Knowhow an die Teilnehmer weiterzugeben. Wie wird Feuer ohne Streichhölzer gemacht? Wie baut man ein Biwak für die Nacht im Wald? Mit welchen Techniken können Tiere ohne weitere Hilfsmittel gejagt werden. Zwischendurch trifft sich die Gruppe immer wieder im zentralen Hogan, wo gemeinsam gegessen, geschnitzt und gequatscht wird.
Carolin Wagner
Stand: 24.07.2011
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