4. Tag: Von Münster bis Emsbüren
- Sonntag, 27. Mai 2012, 20.15 - 21.45 Uhr
Der vierte Tag der Emsradtour. Diesmal sind es rund 90 Kilometer, sie führen von Münster bis Emsbüren.
Wäldereien an der Ems - Der Förster Daniel Herder
In der Nähe von Emsdetten liegt Gut Surenburg, das Landgut des ehemaligen Bauernpräsidenten Constantin Freiherr Heeremann. Daniel Herder ist der Förster auf Gut Surenburg. Er ist nie allein unterwegs, Hündin Enja ist immer an seiner Seite. Der Wald ist nicht nur zur Erholung da, er hat auch eine wichtige wirtschaftliche Funktion. Förster Herder kümmert sich um die Bestandspflege und die Vermarktung des Holzes. Eine langfristige Angelegenheit, denn es ist ein Grundsatz, dass „nur so viel Holz geerntet wird, wie auch nachwächst an jungen Bäumen. Eine Besonderheit ist vielleicht auch noch, dass man selber die Früchte seiner Arbeit nicht erntet, sondern im Prinzip erst zwei oder drei Generationen später, hundert oder hundertfünfzig Jahre, nachdem der Baum gepflanzt wurde, das Holz geerntet wird.“
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Gut Surenburg bei Emsdetten
Daniel Herder geht auch auf die Jagd. Die aber ist kein Selbstzweck, sondern gehört zur Bestandspflege. Das ist der Fachbegriff dafür, dass die Zahl des Wilds kontrolliert werden muss. Und dazu gehört es, dass der Förster hin und wieder ein Reh schießt. Das Wild kommt dann in den Verkauf.
Salzsieden in der Saline Gottesgabe in Rheine
Ständig fließt Wasser durch das Schlehdornreisig der Saline Gottesgabe. Wind, Regen und das spezielle Reisig reichern das Wasser auf natürliche Weise mit Salzen an. Vom Mittelalter bis in die Fünfzigerjahre des vorigen Jahrhunderts wurde hier Salz gewonnen. Jules Vleugels und seine Freunde lassen die Tradition wieder aufleben. Dazu schöpfen sie das salzhaltige Wasser aus dem Salinenbecken. Die Salzsiedepfanne steht vor der Saline parat, erste Ergebnisse sind schon zu sehen. Auf dem Wasser aus der Saline haben sich bereits Kristalle gebildet, Salzkristalle, die sich absetzen, wenn das Wasser auf 60 Grad Celsius erwärmt wird. Es dauert einige Stunden, bis bei gleich bleibender Temperatur Salz entsteht. Die Ausbeute des Tages wird in handgenähte Säckchen gefüllt. So geht es nun in den Verkauf, das echte Pfannensalz aus der Saline Gottesgabe in Rheine.
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In der Saline Gottesgabe in Rheine entsteht Salz an einer Wand aus Schlehdornreisig.
5. Tag: Von Emsbüren nach Meppen
Tag Fünf unserer Radtour führt uns von Emsbüren nach Meppen, das sind circa 54 Kilometer. Meppen ist ein typisches Emsländer Städtchen. Rund um das Rathaus aus dem 15. Jahrhundert stehen Bürgerhäuser in der typischen Ziegelbauweise der Region. Die Höltingmühle ist fast 400 Jahre alt, in Meppen steht sie aber erst seit den Fünfzigerjahren, ein Geschenk zum 600-jährigen Stadtjubiläum. Und noch etwas gibt es in Meppen, das man hier gar nicht vermutet hätte: einen Krimibuchladen.
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Rund um das Meppener Rathaus stehen Bürgerhäuser in der typischen Ziegelbauweise der Region.
Autorin: Ulrike Bartels
Stand: 27.05.2012
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