Auf den Spuren von Paul Gauguin in Pont-Aven

  • Sonntag, 18. November 2012, 20.15 - 21.45 Uhr

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Die Mündung des Aven, der Fluss an dem Pont-Aven liegt.

Pont-Aven liegt im Landesinnern am Fluss Aven. Die kleine Stadt war im 19. Jahrhundert ein wichtiger Handelsort in der Region Finistère. Heute ist das malerische Städtchen ein Anziehungspunkt für Touristen auf den Spuren der Schönen Künste. Schon im 19. Jahrhundert war Pont-Aven ein lebendiges und weltoffenes Städtchen, berühmt über die Grenzen der Bretagne hinaus. Viele Künstler hatten sich hier ansiedelten. Sie kamen aus allen Regionen Frankreichs und aus dem Ausland.



Pont-Aven das Städtchen der bretonischen Malerkolonie.

Valérie Brient führt durch das malerische Pont-Aven an die Orte, wo einst Paul Gaugin gelebt und gearbeitet hat. Ihre Führungen kann man über das Fremdenverkehrsbüro von Pont-Aven buchen.



Valérie Brient auf dem Spuren von Paul Gauguin.

Die ersten Künstler kamen 1865 in die Stadt. Der bekannteste Maler war Paul Gauguin, der sich 1886 hier niederließ. Hier fand Paul Gauguin viele Motive in der bäuerlichen Lebenswelt seiner neuen Heimat und entwickelte in der Bretagne seinen expressiven Malstil.

Das Leben in Pont-Aven war billig. Gauguin lebte in der Pension von Marie Jeanne Gloanec. Hier lernte er die Malerkollegen kennen, die bereits in Pont-Aven lebten. Einfach und bescheiden waren die Räume, aber bezahlbar. Und das war wichtig für die armen und damals noch völlig unbekannten Künstler.

Auch das Hotel an der Place du Mairie gehörte Mme. Gloanec, die zur Mäzenin ihrer Gäste wurde, weil sie bei ihr auch mit Kunst bezahlen konnten. Im Museum von Pont Aven sind die Werke der Malerfreunde ausgestellt. Von Paul Gauguin besitzt das Museum einige Zeichnungen, mit Motiven aus der Bretagne. Die bedeutenden Ölgemälde des Malers hängen in den großen Museen der Welt. In der kleinen bretonischen Gemeinde findet man sie nur noch auf Postkarten. Das 'Selbstbildnis mit gelbem Christus' ist eines der bedeutendsten Werke Gauguins. Inspiriert wurde der Maler zu diesem Gemälde in der 'Chapelle de Trémalo'.



Die Chapelle de Trémalo hier malte Gauguin sein Selbstbildnis mit gelbem Christus.

Am Vorabend seiner Abreise aus der Bretagne auf dem Weg in die Südsee hat er das beeindruckende Bild gemalt.



Tamina Kallert und Patrick Le Guern bummeln durch Pont-Aven.

Pont-Aven ist auch bekannt geworden durch einen Roman, der in der Region spielt. Kommissar Dupin ermittelt in einer Mordsache. Dabei entdeckt er das Geheimnis um ein noch unbekanntes Bild von Paul Gaugin. 'Bretonische Verhältnisse' heißt der Krimi, der in Deutschland auf den Bestsellerlisten steht.



Tamina und Patrick beim Austern Essen in Pont-Aven.

Autorin: Ulrike Bartels


Stand: 18.11.2012



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