Cidre aus der Bretagne
- Sonntag, 18. November 2012, 20.15 - 21.45 Uhr
Mehr als 35 Apfelsorten wachsen in der Apfelplantage von
Christian Danielou. Danielou ist Biobauer und Betreiber der
Cidrekellerei Séhédic. Manche seiner Apfelbäume
sind 50 Jahre und älter. Die Äpfel sind
ausschließlich für Cidre bestimmt, den Apfelwein der
Bretagne.
Für den Cidre verwendet der Biobauer ganz unterschiedliche
Äpfel. Es gibt süße Sorten mit einer bitteren Note
und viel Tannin. Andere sind süß und leicht. Die meisten
aber sind ein wenig bitter und sehr saftig.
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Christian Danielou in seiner Apfelplantage.
Im Herbst werden die Äpfel geerntet. Aber nicht, wie man meinen könnte, indem sie gepflückt werden. Hier wartet man, bis sie zu Boden fallen und ein 'Apfelstaubsauer' besorgt den Rest.
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Apfelernte für den Cidre.
Fünf bis sechs verschiedene Apfelsorten werden für den Cidre geerntet und zusammen verarbeitet. 5.500 Hektoliter Cidre der Geschmacksrichtungen Brut, Demi-Sec und Doux, Trocken, Halbtrocken und Süß stellt Christian Danielou alljährlich her. Bis zu zehn Monate reift der Cidre dann in den Edelstahlfässern. Am längsten braucht der trockene Cidre, nach einem knappen Jahr erst wird er abgefüllt.
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Cidreabfüllung bei Christian Danielou.
Der Markt von Hennebont
Mit Patrick le Guern besucht Tamina Kallert der Wochenmarkt von Hennebont. Hennebont liegt am Fluss Blavet. Die Ursprünge der Stadt reichen bis ins 13. Jahrhundert. Im Mittelalter war Hennebont das Wirtschafts- und Verwaltungszentrum der Region.
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In der Altstadt der Wochenmarkt von Hennebont.
Ein Marktbummel ist das schiere Vergnügen, so vielfältig ist das Angebot. Auffällig die vielen Biobauern und ihre Produkte. Auch Artischocken bekommt man hier, die besonders gut in der Bretagne gedeihen.
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Artischocken sind das Gemüse der Bretagne.
Die Venus von Quinipily
Ein unscheinbares Schild weist den Weg. 23 km nordöstlich
von Hennebont bei Baud liegt der Landsitz der Familie de la
Tullaye, umgeben von einem Park, still und wie verzaubert. Im
entlegenen Teil des Parks thront der Heilige Michael über
einem alten Quellbecken. Aus dem Laub der Bäume erhebt sich
eindrucksvoll die Statue der Venus von Quinipily.
Die Venus soll römischer oder sogar ägyptischer Herkunft
sein. Sie wurde in einem Fruchtbarkeitskult verehrt. Als die
Christen sie zerstören wollten und sie im Fluss versenkten,
retteten die Bretonen ihre Venus. Noch heute wird sie von den
Menschen aufgesucht und bei Unfruchtbarkeit um Hilfe gebeten.
Auch wer nicht an Wunder glaubt, wird die Magie dieses Ortes
spüren.
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Die Venus von Quinipily.
Autorin: Ulrike Bartels
Stand: 18.11.2012
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