Städte an der Wupper

  • Sonntag, 25. November 2012, 20.15 - 21.45 Uhr

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Wuppertal

Wuppertal entstand 1929 durch die Zusammenlegung mehrerer Städte und Ortschaften. Aber Elberfeld, Barmen, Vohwinkel, Ronsdorf und Cronenberg haben bis heute ihre Identität bewahrt. 1929 hieß die Stadt noch Barmen-Elberfeld, 1930 wurde sie nach einer Bürgerbefragung in Wuppertal umbenannt.



Schwebebahn

Die bekannteste Sehenswürdigkeit Wuppertals ist zweifellos die Schwebebahn. Bereits 1901 wurde sie ihrer Bestimmung übergeben. Die Streckenlänge beträgt 13,3 Kilometer, die gesamte Gleislänge 28 Kilometer, denn die eingleisige Bahn verfügt über eine Hin- und eine Rückfahrstrecke. In etwa 12 Meter Höhe folgt die Strecke größtenteils dem Flussbett der Wupper. Die Schwebebahn verbindet die Ortsteile Oberbarmen, Barmen, Elberfeld und Vohwinkel. Sie ist ein Geniestreich deutscher Ingenieurskunst und gilt als eines der sichersten Verkehrsmittel weltweit.



Luftaufnahme der Schwebebahn, die in ihrer stählernen Führschiene hängt

Elefanten im Wuppertaler Zoo

Der Wuppertaler Zoo gilt heute als einer der erfolgreichsten deutschen Zoos bei der Elefantenzucht. Ein Bulle sorgt für Nachwuchs bei den Elefantenkühen. Einmal am Tag darf der 18 Jahre alte Tusker mit seinen 4,5 Tonnen Gewicht zu der Gruppe, denn der Bulle ist gruppentauglich und lässt auch die Elefantenkälber in Ruhe.



Elefanten im Zoo

Engels-Haus und Tuchindustrie

Wuppertal verdankt seinen Wohlstand der Industrie. Vor allem die Textilindustrie und die Metallverarbeitung gaben vielen Menschen in Wuppertal Lohn und Brot. Im Stadtwappen wird das durch zwei goldene Garnstränge symbolisiert, auf denen ein roter Löwe steht. Aber die Textilindustrie hat heute auch in Wuppertal kaum noch wirtschaftliche Bedeutung.



Bergische Villa mit Schieferverkleidung und grünen Fensterläden

Das Engels-Haus sowie das benachbarte Museum für Frühindustrialisierung erinnern an einen der bekanntesten Fabrikanten der Stadt, den Industriellen Friedrich Engels. Er betrieb nicht nur in Wuppertal Textilfabriken, sondern auch in Manchester. Berühmter als der Vater wurde allerdings Friedrich Engels Junior, der mit Karl Marx die wissenschaftlich-ideologischen Grundlagen für den Marxismus erarbeitete. Der Sohn eines Fabrikanten wurde zu einem der bekanntesten Anwälte der Arbeiterklasse.



Stefan Pinnow mit einem Begleiter in einer historischen Weberei

Briller Viertel

Das Briller Viertel gilt als eines der größten gründerzeitlichen Villenviertel Deutschlands. Der Stadtteil in Elberfeld-West entstand zwischen dem späten 19. und dem beginnenden 20. Jahrhundert. Das großbürgerliche Viertel spiegelt die wirtschaftliche Bedeutung Wuppertals vor etwa 100 Jahren. Es wurde bewusst an den Osthang eines Berges gebaut, denn ganz in der Nähe lag ein Erholungspark, und der Westwind sorgte den wohlhabenden Bürgern für frische Luft, denn er blies die gewaltigen Mengen an Industrieabgasen fort.



Außenansicht einer großen weißen Villa

Pina Bausch

Die weltbekannte Tänzerin und Choreografin Pina Bausch ist zwar in Solingen geboren, aber einen wichtigen Teil ihres beruflichen Lebens hat sie in Wuppertal verbracht. Pina Bausch ist eine Ikone des modernen Ausdruckstanzes. Mit dem klassischen Ballett hatte ihre Arbeit wenig zu tun. Ihre Vorstellungen waren im doppelten Wortsinn anstoßend. Sie stießen Emotionen und Fantasie beim Publikum an und sie wurden oft auch als anstößige Provokation empfunden. Am 30. Juni 2009 starb die engagierte Künstlerin in Wuppertal. Ihr immenser Einfluss auf den modernen Tanz ist geblieben.



Vier Personen bei einer Tanzperformance auf einer Bühne

Brauhaus

Das Wuppertaler Brauhaus liegt wohl in einem der originellsten Gebäude, die man sich für eine Brauerei vorstellen kann. Ein altes Jugendstilschwimmbad ist seit 1997 Heimat des Bierherstellers. 1882 wurde das Schwimmbad im Zentrum Barmens als Badeanstalt eröffnet. Es zählte zu den ersten deutschen Volksbädern. Dank Denkmalschutzes ist sein Charakter trotz der Umbauarbeiten weitgehend erhalten geblieben.



Jugendstilrundbau aus Backstein

Lennep

Mit seinen etwa 25.000 Einwohnern gehört Lennep, heute ein Stadtteil von Remscheid, zu den schönsten historischen Orten Nordrhein-Westfalens. Mehr als 100 Häuser stehen unter Denkmalschutz, darunter viele Bauwerke des „Bergischen Barocks“. Archäologen vermuten, dass es bei Lennep bereits vor 5.000 Jahren menschliche Siedlungen gegeben hat. Die Anfänge der Stadt liegen vermutlich im 12. Jahrhundert.

Weltbekannt geworden ist Lennep durch den Nobelpreisträger Wilhelm Conrad Röntgen, er wurde 1845 in Lennep geboren. Das Geburtshaus ist noch erhalten. Im Röntgen-Museum wird das Andenken an den Entdecker der nach ihm benannten Röntgenstrahlen aufrecht erhalten. Das Museum schickt den Besucher auf eine Zeitreise durch die Entwicklung der Röntgengeräte vom ersten Experiment bis zu modernen Geräten des 20. Jahrhunderts.



Luftaufnahme von Lennep mit Kirche

Hückeswagen

Hückeswagen blickt auf etwa 1.000 Jahre Geschichte zurück. Das Städtchen wurde erstmalig als Sattelhof erwähnt. Knapp 200 Jahre regierten die Grafen von Hückeswagen den kleinen Ort, bis schließlich die mächtigen Grafen von Berg in den Besitz des Weilers gelangten. Hückeswagen gilt als eines der typischen oberbergischen Städtchen mit heute etwa 15.000 Einwohnern. Die Fassaden der Häuser sind mit Schieferplatten gedeckt, die Blenden meist hellgrün gestrichen. Der beschauliche Ort wird im Sommer gerne von Erholungssuchenden der nahen Bever- und Wuppertalsperre besucht.



Straße mit mehreren schieferverkleideten Häusern

Autor: Ralf Gierkes


Stand: 25.11.2012




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