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Karl Dall

Der "King of Kalauer" auf Zimmersuche

  • SendeterminSonntag, 29. Mai 2011, 22.15 - 23.15 Uhr.

Er gilt längst als Grandseigneur unter den deutschen Komikern – auch wenn ihn manche immer noch als ostfriesischen „Knattertyp mit Blödel-Lizenz“ bezeichnen. Karl Dall ficht so ein Etikett sowieso nicht an: „Ich finde, dass ich aus meinem geistigen Vermögen das Beste gemacht habe. Ich bin Botschafter des deutschen gutartigen Gehirnhumors.“

1941 geboren, wächst Karl Dall als Sohn eines Majors und späteren Schulrektors im ostfriesischen Leer auf. Eine angeborene Muskelschwäche im Augenlid verleiht seinem rechten Auge den charakteristischen „Durchhänger“. Was später zum Markenzeichen wird, ist in Kinder- und Jugendtagen eine Qual: „Ich kam damals nicht so gut bei den Mädels an. Ich war das Klapp-, Jalousie- oder Matschauge... Erst mit 21 habe ich diesen kleinen genetischen Unfall im Mutterleib akzeptiert. Das hat mich stark gemacht!“ Das Idol seiner Kindheit: Hans Albers. Dessen Lieder singt Karl Dall bereits als Zwölfjähriger auf einer Veranstaltung, die vom Hörfunk übertragen wird. Jahrzehnte später, 2002, stimmt er in seinem Bühnenprogramm „Dall trifft Albers“ erneut die Schlager des Reeperbahnstars an.

Karl Dall verlässt die Mittelschule in der zehnten Klasse, will Fotograf oder Kameramann werden, macht dann aber eine Lehre als Schriftsetzer bei der Ostfriesenzeitung. Als Geselle zieht er mit Begeisterung in die Großstadt Berlin. Dort gründet er 1967 mit seiner Kneipenbekanntschaft Ingo Insterburg und zwei Freunden die anarchistische Komikertruppe Insterburg & Co., die schnell zum Geheimtipp in der Studentenszene avanciert. 1979 geht die Gruppe auseinander.

Dall hat zuvor schon Kontakte mit Radio Bremen geknüpft, hebt dort den „Musikladen“ mit aus der Taufe. Im WDR spielt er den Kantinenwirt in der „Plattenküche“ und ist in der ARD Gast bei zahlreichen Folgen von „Am laufenden Band“. 1980 tourt der kalauernde Komiker mit seinem ersten Soloprogramm „Lach dich schlapp“ durch die Bundesrepublik. Dank weiterer Tourneen und zahlloser Auftritte in Film, Funk und Fernsehen wird Karl Dall immer populärer.

Von 1984 bis 1990 ist er der lustige Filmvorführer und Scherzanrufer bei „Verstehen Sie Spaß“. Seine Fernsehshows im Privatfernsehen heißen „Dall-As“, „Jux und Dallerei“, „Karls Kneipe“ und „Karl-Dall-Show“. Für sein Lebenswerk wird Karl Dall 1999 mit dem Lifetime Achievement Award des Deutschen Comedy-Preises ausgezeichnet. Zum 70sten zeigte der NDR in diesem Jahr eine lange Karl-Dall-Nacht.

Am Sonntag begrüßen Christine Westermann und Götz Alsmann den „King of Kalauer“ mit seinem selbst kreierten Lieblingsgericht Saunudeln. Bei einem typischen „Zimmer Frei!“-Spiel kann er auch seine pantomimischen Künste unter Beweis stellen. Und die Hausmusik hat Gänsehaut-Garantie: Karl Dall singt einen Hans-Albers-Song.

Stand: 27.05.2011, 15.07 Uhr


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Kopfarbeit

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Musikalischer Gast

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Spezial

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Der Umzug

Moderator Götz Alsmann und Christine Westermann packen einen
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