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Pressemitteilung
06.06.2008, 15.00 Uhr
Radio

Rudelgucken statt Public Viewing - Neues Wort für den Duden?

"Rudelgucken" bei der WM 2006 in Köln
Rudelgucken bei der WM 2006 in Köln

Das junge WDR-Radio 1LIVE hat die beste Wort-Alternative für "Public Viewing"  gesucht – und gefunden: Rudelgucken. Die DUDEN-Redaktion zeigt sich angetan von dem Begriff.

 

1LIVE wollte von seinen Hörern wissen, ob es nicht bessere Begriffe dafür gibt, wenn sich ab morgen wieder viele Fußballbegeisterte treffen, um an öffentlichen Orten gemeinsam die Spiele der Europameisterschaft zu verfolgen. Denn: „Public Viewing“ ist ein Schein-Anglizismus, kommt wichtigtuerisch daher und geht schwer über die Lippen. Außerdem verwenden Menschen mit Englisch als Muttersprache  „Public Viewing“ als Wort für die öffentliche Aufbahrung von  Toten.

 

Von Mittwoch, dem 4. Juni 2008, bis Freitag, dem 6. Juni 2008, haben zahlreiche 1LIVE-Hörer in das Gästebuch von 1LIVE ihre vielversprechenden und kreativen Vorschläge geschrieben und abgestimmt: Tummel-TV, Meutekino oder Gruppenglotzen waren nur einige der vielen Ideen. Gewonnen hat das Wort „Rudelgucken“ und setzte sich mit den meisten Stimmen gegen die Konkurrenz durch.

 

Jetzt ist es das Ziel, „Rudelgucken“ im renommierten DUDEN zu etablieren. Dr. Matthias Wermke, Leiter der DUDEN-Redaktion, zeigte sich im Interview mit 1LIVE kurz nach der Entscheidung angetan vom Gewinnerwort: „Das ist eine schöne Wortbildung, die vor Selbstironie geradezu strotzt. Sie beschreibt auch schön die gute Stimmung, die beim „Rudelgucken“ während der WM 2006 überall geherrscht hat“.

 

Auch die 1LIVE-Hörer zeigten sich begeistert und kündigten per E-Mail an, „als Botschafter Rudelgucken auch außerhalb Nordrhein-Westfalens zu verbreiten“.  

 

Wenn sich also ab morgen Fußballfans treffen und in Gruppen gemeinsam die Spiele gucken, heißt es ab sofort: Rudelgucken um 18.00 Uhr.


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