Dreiteilige ARD-Sendereihe „Wo warst Du als…?“ ab 8. Februar 2009 sonntags um 23.30 Uhr im Ersten
Der Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001
Egal ob Fall der Berliner Mauer, die Tsunami-Katastrophe, die
Fußball-WM, der 11. September 2001 oder die Mondlandung - man muss
nicht unbedingt dabei gewesen sein, um mit Ereignissen dieser
Größenordnung seine ganz eigene, persönliche Geschichte zu
verbinden. Es gibt Situationen im Leben, die man nie vergisst.
Fragt man tausend Menschen: „Wo warst Du, als... der 11. September
2001 in die Geschichte einging?“, dann werden tausend Menschen
tausend verschiedene Geschichten erinnern. Sie werden vielleicht
sogar ein Bedürfnis haben, ihre Geschichte zu erzählen, weil
vielleicht gerade dieser Tag ein ganz besonderer in ihrem Leben
war. Hier setzt „Wo warst Du, als... ?“ an. Für die dreiteilige
ARD-Sendereihe hat Christian Dassel Menschen gefunden, die einen
Einblick in ihre ganz persönliche Erlebniswelt gewähren.
Als der 11. September 2001 in die Geschichte einging, war Susan
Borchert zuhause und ihr Mann in Lebensgefahr. Damals arbeitete
Klaus Borchert im 103. Stockwerk des World Trade Center. Rainer
Gross sitzt vor einem Fernseher in Köln. Er ist überzeugt davon,
dass dieses Drama keine Konsequenzen für ihn hat. An der Börse hat
er sehr viel Geld gemacht. Genau ein Jahr später sitzt Rainer Gross
vor einem vergitterten Fenster in Untersuchungshaft. 9/11 war der
Anfang vom Ende seiner bürgerlichen Existenz. Lars Fiechtner ist im
Auto unterwegs nach Berlin. Im Radio hört er von der Katastrophe
und denkt an seine Schwester Ingeborg, die bei einer Hamburger
Speditionsgesellschaft im 32. Stockwerk des World Trade Centers
arbeitet.
Mikel Fröhnel saß in Haft als die Berliner Mauer fiel
In den fast 20 Jahren nach dem Mauerfall wurde vieles berichtet und
doch ist längst nicht alles gesagt. „Wo warst Du als...die Berliner
Mauer fiel?“ wagt den Versuch, den Fokus auf die Randerscheinungen
zu richten, die sich abseits der offiziellen Nachrichtenlage an
jenem 9. November ereigneten. Es geht um individuelle
Momentaufnahmen. Drei Betroffene erzählen uns ihre Geschichte:
Harald Jäger, Mike Fröhnel und Maren Hoffmann. Menschen wie Du und
ich und Prominente wie Axel Schulz und Björn Engholm ergänzen.
Mehr als 200.000 Menschen sterben am 26. Dezember 2004, als eine
riesige Tsunami-Welle mit unglaublicher Gewalt die Küste
Südostasiens erfasst. Wenn Helga Bertele heute mit ihrer Tochter
Nathalie zusammen ist, dann fühlt sie nicht nur die bedingungslose
Liebe einer glücklichen Mutter, sondern auch abgrundtiefe Trauer.
Melanie Mertes ist damals auf Hochzeitsreise in Kao Lak. Sie
verbringt den Morgen des 26. Dezember am Strand, als sie bemerkt,
wie das Meer sich zurückzieht. Volker Schapeit erfährt es aus dem
Fernsehen und ist schockiert. Seine Mutter Heidi und sein
Stiefvater verbringen die Weihnachtsfeiertage in Kao Lak.