Grawemeyer Award für WDR-Produktion mit dem WDR Sinfonieorchester
York Höller
Der Komponist York Höller erhält den diesjährigen Grawemeyer Award
for Music Composition für seinen Orchesterzyklus „Sphären“, ein
WDR-Auftragswerk, das im April 2008 vom WDR Sinfonieorchester
uraufgeführt und produziert und vom Kulturradio WDR 3 live gesendet
wurde. WDR-Hörfunkdirektor Wolfgang Schmitz: „Ich freue mich mit
York Höller über diese ganz besondere Auszeichnung. Ich sehe sie
auch als Kompliment für das langjährige und kontinuierliche
Engagement des Westdeutschen Rundfunks für die Neue Musik, an dem
wir trotz knapper werdender Mittel festhalten wollen.“
Höller arbeitete sechs Jahre (2001-2006) an den sechs
Klangbildern. „Die Komposition ist fantastisch umgesetzt: mit einem
großen Orchester werden sowohl extrem filigrane als auch absolut
überwältigende Klangfarben erzeugt“, begründet Jury-Leiter Marc
Satterwhite. York Höllers „Sphären“ wurde unter 136 Einreichungen
aus aller Welt ausgewählt. In der Sendung WDR 3 TonArt sagte
Höller: „Ich habe die besten Erinnerungen an die Proben zu diesem
Stück, gerade weil der Dirigent Semyon Bychkov eine enorme Arbeit
geleistet hat. Und dann muss ich auch das geduldige Orchester
erwähnen; insgesamt haben wir ein fabelhaftes Ergebnis erzielt, was
durch die Auszeichnung bestätigt wird.“
Der 1984 ins Leben gerufene Grawemeyer Award for Music Composition
ist mit 200.000 Dollar der höchstdotierte werkbezogene Musikpreis
der Welt. Er wird jährlich von der Grawemeyer Foundation an der
Universität Louisville vergeben.
York Höller – 1944 in Leverkusen geboren – ist dem WDR seit vielen
Jahren eng verbunden. Von 1990 bis 1999 war er künstlerischer
Leiter des „Studios für Elektronische Musik“ des WDR, wo er bereits
1971 eine eigene Komposition realisierte. Insgesamt elf
Uraufführungen (davon sechs WDR Kompositionsaufträge) dokumentieren
die enge Zusammenarbeit mit dem WDR und seiner Redaktion für Neue
Musik in WDR 3.