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Fernsehen
Buch und Regie: Heinrich Breloer
Zum 65. Geburtstag von Heinrich Breloer wiederholt das Erste einen der wichtigsten Filme des renommierten Regisseurs: den Zweiteiler „Wehner – die unerzählte Geschichte“ aus dem Jahr 1993, der den Grimmepreis erhielt. Wehner wäre im gerade vergangenen Jahr 2006 hundert Jahre alt geworden.
Die Liste seiner Filme für die ARD ist lang! „Das Beil von Wandsbek“, “Treffpunkt im Unendlichen“, „Kampfname: Willy Brandt“, „Eine geschlossene Gesellschaft“, „Wehner – eine unerzählte Geschichte“, schließlich „Todesspiel“ (wird im Herbst diesen Jahres, zum 30. Jahrestag der Schleyer-Ermordung, in der ARD wiederholt), „Die Manns – Ein Jahrhundertroman“, der neben zahlreichen Preisen auch den Emmy gewann und „Speer und Er“. In seinem 65. Lebenjahr macht sich Breloer an ein großes neues Werk: die Dreharbeiten für seine Verfilmung von Thomas Manns Roman „Buddenbrooks“ sollen noch in diesem Herbst beginnen.
Herbert Wehner war eine der großen gestaltenden Persönlichkeiten der Bundesrepublik. Allerdings wusste er, dass er niemals Bundeskanzler werden konnte. Teile seiner Lebensgeschichte lagen im Dunkeln, seine Jahre als Mitglied des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei, seine Beteiligung an der stalinistischen Säuberung bleiben bis zur endgültigen Aufarbeitung der Moskauer Akten unaufgeklärt.
Dem Autor und Regisseur Heinrich Breloer war es im Winter 1991 als Erstem gelungen, Einsicht in die bisher geheimen Kaderakten in Moskau und im zentralen Parteiarchiv in Ost-Berlin zu bekommen. Er hat diese Akten mit Zeitgenossen besprochen, die Herbert Wehners Jahre während der stalinistischen Terrorherrschaft miterlebt und miterlitten haben: Seine beiden ersten Lebensgefährtinnen Lotte Loebinger und Lotte Treuber, Ruth von Mayenburg, die den Autor durch die Labyrinthe des Moskauer Komintern-Hotels Lux und der Lubianka begleitet hat, und vielen anderen Genossen, die das mörderische Exil in der Sowjetunion überlebt haben. Diese Gespräche und Dokumente bilden die Grundlage für den ersten Teil des Fernsehfilms, "Hotel Lux", in dem Ulrich Tukur einen jungen Wehner spielt, der einerseits in die Verfolgungsmaschine der KPD eingebunden ist und andererseits im Wirrwarr der Cliquenkämpfe dieser Jahre zu überleben sucht. Ein Mann, dem in den Nächten des Hotel Lux, in denen das NKWD seine Genossen aus den Zimmern holt, die großen Hoffnungen seiner Jugend zerstört werden.
Besetzung
Wehner, jung Ulrich Tukur
Lotte Loebinger Esther Hausmann
Erich Mühsam Raidar Müller Elmau
Zensl Mühsam Barbara Nüsse
Wehners Vater Peter Sodann
Wehners Mutter Heide Simon
Lotte Treuber Susanne Schäfer
Selbstmörder Lenski Ulrich Mühe
Margarete Buber-Neumann Corinna Kirchhoff
Heinz Neumann Wolfgang Michael
Walter Ulbricht Ortwin Spieler
Wilhelm Pieck Helmut Ahner
Hotelkommandant Gurewitsch Valerij Kossoi
NKWD-Kommissar Guenadin Venguerov
KP-Funktionär Gustav P. Wöhler
Gestapokommissar Horst Hiemer
Lotte Bischof Lena Stolze
und andere
Musik: Hans Peter Ströer
Kamera: Achim Poulheim, Peter Uhlig und Bela Perlaky
Redaktion: Barbara Buhl
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