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Programmhinweis
Fernsehen
WDR Fernsehen, 10.02.2012, 20.15 - 21.00 Uhr

Schunkeln, Wibbeln, Exerzieren - Die Kölner und ihre närrischen Regimenter

Eine Dokumentation von Carl Dietmar und Andreas Kölmel

WDR Fernsehen
Meine große Liebe ... im Karneval
© WDR
Sie gelten als das Fundament des kölschen Gesellschaftskarnevals, die neun Korpsgesellschaften, denen das Festkomitee Kölner Karneval den Ehrentitel „Traditionskorps“ verliehen hat. „Kölsche Funke rut-wieß vun 1823“, kurz die Roten Funken, sind die älteste Korpsgesellschaft des Rheinlandes. Alle anderen Traditionskorps sind durch die typisch kölsche „Zellteilung“ entstanden. Die ersten, die sich von den „Ur“-Funken abspalteten, waren im Jahre 1870 die Blauen Funken. Auch die Prinzen-Garde, die 1906 gegründet wurde, ist ein Ableger der Roten Funken. Funken wie Gardisten der anderen Korps, der Ehrengarde der Stadt Köln, des Reiterkorps Jan von Werth, der Altstädter, der Treuen Husaren, der Bürgergarde Blau-Gold und der Nippeser Bürgerwehr, berufen sich auf ihre Traditionen und Bräuche, die – angeblich, wie Kritiker meinen – das preußische Militär persiflieren.

In dem Film wird das Funkenjahr, wie die Probezeit eines Rekruten der Roten Funken genannt wird, dokumentiert. In dieser Zeit muss sich der Kandidat bei den regelmäßigen Zusammenkünften bewähren: Bei den Treffen der „Knubbel“ (das sind die Unterabteilungen der Roten Funken), beim Training, bei dem den Rekruten das Exerzieren mit der „Knabüs“, dem Gewehr, beigebracht wird, und beim Einstudieren der Lieder und des traditionellen Funkentanzes, dem „Stippeföttche“. Am Schluss steht dann die „fierliche“ (feierliche) Vereidigung des Rekruten zum Funk und die erste Teilnahme am Rosenmontagszug.

Im Verlauf der Session geht es zu den unterschiedlichsten jecken Veranstaltungen. Die Dokumentation gibt Einblick in das Innenleben der straff organisierten Karnevalsgesellschaften. Es kommen Präsidenten, Offizielle und „einfache“ Gardisten zu Wort und natürlich auch das Funkenmariechen – die einzige Frau im Korps. Historiker und Brauchtumsforscher analysieren die Bedeutung der Traditionskorps für den Karneval. Dabei werden nicht nur karnevalistische Traditionen dokumentiert und hinterfragt, sondern auch Themen wie etwa der berühmte „Kölsche Klüngel“ und der „Geschäftskarneval“ angesprochen – Begriffe, die den kölschen „Männerbünden“ noch immer anhängen.

Eine Dokumentation mit dem einem einzigartigen Blick in die Lebenswelt der Kölner Traditionskorps.
Veröffentlicht am 25.01.2012, um 14.00 Uhr

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