Samstag, 9. Juni 2012
Reportage
Oder sie ziehen mit Schubkarren bunter Pflanzen und Schaufeln los und legen Blumenbeete an. Im Visier haben die beiden Garten-Piraten öffentliche Flächen, die vom Grünflächenamt vernachlässigt werden. Die Aktionen sind eigentlich illegal. Aber bisher kneift die Polizei beide Augen zu.
Kezban Basol, ihr Mann und ihre vier Kinder beackern mit Hingabe ihren Gemüsegarten. Der liegt im "Grabeland", einem Gelände, mit dem die Stadt Gelsenkirchen zur Zeit nichts anfangen kann. Eine idyllische Gartensiedlung, in der es anders als im Schrebergarten kaum Regeln gibt. Ziemlich wild wächst hier das, worauf jeder gerade Lust hat. Doch bevor Kezban Basol die ersten Zuckererbsen, Kürbisse und Zucchinis säen konnte, musste sie - wie auch die anderen Pächter - mit ihrer Familie erst einmal Berge von Müll wegräumen.
Marianne Frielingsdorf hat den Ruf einer Kräuterhexe in ihrer Heimat, dem Bergischen Land. Etwa 600 verschiedene Pflanzen hat ihr Traumgarten. Aber noch lieber als dort zu verweilen, streift sie mit ihrem Tragekorb durch Wald und Wiesen und sammelt Brennnessel, Wiesenschaumkraut oder Sauerampfer - am liebsten früh morgens, wenn die Sonne aufgeht. Reporter Christian Pietscher entdeckt mit ihr die Schätze der Natur.
Film von: Christian Pietscher
Erstsendung WDR: 25.6.2011
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Video-Rückschau: Hier und Heute
Themen: Natur/Umwelt
"Oh große Kräfte sind's, weiß man sie recht zu pflegen, die Pflanzen, Kräuter, Stein in ihrem Innern hegen." Diese großen Kräfte, die schon der irische Dichter George Bernhard Shaw (1856-1950) besang, sind allgegenwärtig. Und doch fallen sie uns heute gar nicht mehr richtig auf. Die Pfefferminze im Kaugummi, Lavendel im Badezusatz, Zitronenmelisse im Raumspray: Kräuter begleiten uns. Ihre Wirkung jedoch ist in Zeiten der chemisch orientierten Medizin und auch der schnellen Küche weitgehend in Vergessenheit geraten.![]()
Die Ernte orientiert sich im Wesentlichen an der Vegetationsperiode der Pflanzen. Je nach Klima, Wetter und Höhenmetern der Anbaufläche gibt es hinsichtlich des Erntezeitpunktes regionale Unterschiede. In der Rheinebene werden Gemüse und Obstsorten relativ früh geerntet, während die Schwäbische Alb ein typisches Späterntegebiet ist. Das ganze Jahr ist - auch ohne Gewächshaus - Erntezeit. Und jede Saison hat ihre Besonderheiten.
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