Donnerstag, 26. April 2012
ZeitZeichen
Der Durchbruch gelingt mit einer scheinbar banalen Erfindung: der stählerne Radreifen ohne Schweißnaht macht das aufstrebende Verkehrsmittel Eisenbahn sicherer und findet reißenden Absatz. Alfred Krupp wird zum wohlhabenden Mann. Später nennt man ihn ehrfurchtsvoll "Kanonenkönig", weil seine Firma Kanonen an Armeen in halb Europa verkauft.
Seinen Arbeitern baut Krupp Werkswohnungen, er zahlt überdurchschnittlich und gründet betriebliche Kranken-, Sterbe- und Pensionskassen. Dafür verlangt der Patriarch Gehorsam. Politische Betätigungen oder gar Streiks sind "Kruppianern" verboten.
So gewieft sein Geschäfts- und Erfindersinn, so schwierig ist der Mensch Alfred Krupp im persönlichen Umgang: Er gilt als schroff, rigide und unnahbar. Einen angebotenen Adelstitel lehnt er ab: "Ich heiße Krupp. Das genügt".
Autor: Jörg Marksteiner
Redaktion: Andrea Kath
Themen: Geschichte, Politik/Wirtschaft
Altersempfehlung: ab 12 Jahre
Von Tina Heinz. Sendung vom 15. Juli 2010.
Von Tina Heinz. Sendung vom 15. Juli 2010.
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