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Hände greifen in einen Sack Getreide; Rechte: WDR/Bothma
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Aktivisten organisieren sich im Netz

Fürs Klima: Surfen statt fliegen

von David Ohrndorf

Die Anreise nach Cancún wäre teuer und würde eine Menge CO2 verursachen - viele deutsche Klimaaktivisten sind deshalb zu Hause geblieben und informieren sich, planen Aktionen und diskutieren im Netz über den Verlauf der UN-Klimakonferenz.

Kohlekraftwerk; Rechte:dpa

Gegen noch mehr CO2

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Wer bei Twitter mitlesen und verstehen will, worum es den Klimaaktivisten geht, braucht erst einmal eine Einführung in die gängigen Abkürzungen. Schlagwort für alle Twitter-Mitteilungen zur 16. UN-Klimakonferenz, offiziell "Conference of the Parties (COP)", ist "#COP16". Unter diesem Namen twittert auch die Pressestelle der Konferenz selbst und postet Zitate von Rednern und Links zu Dokumenten. Für viele Klima-Twitterer ist auch "Reducing Emissions from Deforestation an Degradation" (REDD) ein wichtiges Thema. Damit ist die Umrechung des Kohlendioxids in Geldwert gemeint, das durch Waldrodung entstanden ist, und somit die Schaffung eines Anreizes, um die Rodungen einzudämmen. So hofft ein User, "dass #REDD endlich ordentliche Fortschritte macht", ein anderer weist auf ein kritisches Statement einer Umweltschutzorganisation zu REDD hin.


Neue Tweets zur Klimakonferenz in allen nur erdenklichen Sprachen erscheinen teilweise im Sekundentakt. Unter die vielen Befürworter der CO2-Reduktion mischen sich auch immer wieder einzelne, meist frisch angemeldete User, die auf Dokumente der Klimaschutz-Kritiker hinweisen.

Ist Facebook mit Klimaschutz kompatibel?

Die Klimaschutz-Initiativen sind auch bei Facebook sehr aktiv. So kommentieren kleine Initiativen wie "Die Klimapiraten" aktuelle Meldungen rund um Kohlekraftwerke, und Greenpeace weist auf Aktionen zur Klimakonferenz hin. Dass die Organisation das ausgerechnet bei Facebook macht, ist heikel, denn das soziale Netzwerk wird von den Umweltschützern auch scharf kritisiert. Facebook plane, sein neues Datenzentrum mit Strom zu betreiben, der zu 59 Prozent aus Kohlekraftwerken stamme. Konsequent sei es also eigentlich, Facebook nicht zu nutzen, aber dann müsste Greenpeace auf 700.000 Freunde verzichten.


Vernetzte Aktionen

Elefant aus Menschen; Rechte:DDancer/artforthesky.com

350 Earth: Elefant aus Menschen

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Der Weltklimagipfel ein Jahr nach dem gescheiterten Gipfel in Kopenhagen läuft noch bis zum 10. Dezember. Schon im Vorfeld sind via Internet viele Aktionen organisiert worden. Besonders beeindruckend ist die Kunstaktion von "350 Earth". Die Aktivisten haben an verschiedenen Orten auf der ganzen Welt mit Menschen Symbole am Boden geformt und von Satelliten fotografieren lassen. Das Deutsche "Klimaschutz-Netz" ruft zu Stromwechselpartys, Klima-Flashmobs und Gottesdiensten zum Thema "Bewahrung der Schöpfung" auf. Fast alle Veranstalter setzen auf friedlichen Protest. In einem spanischsprachigen Online-Portal wird aber auch zu gewalttätigen Aktionen aufgefordert. Gewalttätige und direkte Aktionen seien die einzig mögliche Antwort auf das Verhalten der Staaten, steht in dem Aufruf.


Bloggen über Cancún

Auch die Blogger beschäftigen sich mit der Konferenz und spekulieren über mögliche Ergebnisse. So schreibt Tilman Santarius in meinpolitikblog.de: "Ich bin sehr skeptisch, dass wir auch nur bei wenigen der genannten Punkte wirklich weiterkommen werden." Er vermutet, die Konferenz werde unterm Strich langweilig sein. Der mexikansiche Blogger Emilio Godoy schreibt auf womblog.de über Cancún als Tagunsgort der Konferenz. Der Ort sei vermutlich wegen seiner Schönheit ausgewählt worden, der Klimaschutz könne hingegen kein Kriterium gewesen sein. Durch den starken Tourismus in der Region werde die Natur nachhaltig geschädigt und durch Abholzung rund um Cancún die CO2-Bilanz zunehmend verschlechtert. "Cancún ist, was den Klimaschutz angeht, eher ein abschreckendes Beispiel."






Kommentare 

Bisherige Beiträge

Michael vor 71 Woche(n)
Seit 50 Jahren wird immer wieder die Mär propagiert das Öl würde in 15 Jahren den Förderhöhepunkt erreichen und jedesmal wird der Zeitpunkt wieder nach hinten verschoben. Gleichzeitig werden noch mehr und noch mehr riesige neue Ölfelder entdeckt und versiegte Felder sind plötzlich wieder voll. Al Gore, der mit seinen Anteilen an CO2 Zertifikatsfirmen Milliardär wurde wohnt in einer riesigen Villa mit Swimmingpool dessen Unterhalt soviel CO2 verbraucht wie durchschnittlich 1000 Normalbürger - was für eine doppelmoral Heuchelei. CO2 ist ein LEBENSGAS das alle Lebewesen auf diesem Planeten für ihre Existenz brauchen. Das Märchen von der Klimaerwärmung ist längst widerlegt - siehe die Wikileaks Veröffentlichung, in der sich zeigte daß die "Forscher" massehaft Daten gefälscht hatten, weil seit 10 Jahren die Temperaturen gleich blieben !!!
Risiko vermeiden vor 74 Woche(n)
@Rolf und @Chrissie: wer macht denn "Lobbyarbeit für die Konzerne" und wer will den "die Industrie schwächen". Fakt ist: Öl und Kohle gehen zuende. Wir brauchen Alternativen! Ich erkenne das (geringe) Risiko an, dass jene, die behaupten, co2 sei ein Klimatreiber, Recht haben KÖNNTEN. Darum plädiere ich für so co2-freie Alternativen wie möglich.
Michael vor 78 Woche(n)
Wieviel CO2 enthält die Luft ? Antwort: nicht 10%, nicht 5 oder 1% sondern 0,038 % !!! Was atmen die Menschen aus ? Antwort: CO2 Was atmen alle Tiere aus ? Antwort: CO2 Was "atmen" ALLE Pflanzen ein (lebensnotwendig): Antwort: CO2 Wieviel % der weltweiten CO2 Entstehung gehen auf den Mensch durch Industrie etc: Antwort: je nach Quelle zw 1-5 %, der Rest kommt durch die NATUR (TIERE) Zählt man diese Fakten zusammen, dann ist der Zusammenhang von CO2 mit dem Klima einfach nur erbärmlich lächerlich. Wir sind keine Klimaskeptiker sondern KLIMAREALISTEN
MG vor 78 Woche(n)
Erst einmal lobenswert wenn Flüge vermieden werden was aber eigentlich nicht ins Gewicht fällt. Wir als Bundesbürger verstehen Klimaschutz erstens mit höheren Kosten für alle Dinge des Lebens. Das andere Blabla ob im Blog oder persönlich ist unerheblich weil es von Billigfliegern für den Wochenendtrip wieder wett gemacht wird. Zudem wird Klimaschutz von der Energielobby ausgehebelt und die EU sorgt für den Rest. Das neue E 10 Benzin ab 2011 sorgt dafür das noch mehr Regenwald abgeholzt wird um Zuckerrohr anzubauen. Genau das Gegenteil was man wollte wird erreicht. Da frage ich mich sollen wir noch Zwiebeln und Knoblauch essen ? Wegen der Blähungen, sonst denken manche Politiker, wir sch....auf sie.
Karl Schmidt vor 78 Woche(n)
Hier kommentieren ja mal wieder die "Klima-Skeptiker", nur vergessen sie leider den Unterschied zwischen (globalem) Klima und (lokalen) Wetter.
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