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Interview mit Professor Ernst Schmachtenberg

Ein Wissenschaftspark für Aachen

Mit dem ersten Spatenstich begannen am Donnerstag (18.02.2010) die Arbeiten für ein Erweiterungsprojekt der Aachener Hochschule: Auf mehr als 800.000 Quadratmetern soll in den kommenden Jahren eine der größten Forschungslandschaften Europas entstehen.

Nach den Plänen der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) sollen sich bis zu 250 nationale und internationale Unternehmen dort ansiedeln. Die voraussichtlichen Kosten des Projekts: rund zwei Milliarden Euro. WDR.de sprach mit Professor Ernst Schmachtenberg, den Rektor der RWTH, über das Mega-Projekt.


WDR.de: Im Vorfeld ist viel von den großen Dimensionen des Campus-Projektes die Rede gewesen. Was daran ist mehr als eine erhebliche Erweiterung der Hochschule?


Ernst Schmachtenberg: Es geht uns beim Campus darum, eine ganz neue Kooperationsform mit der Wirtschaft zu finden. Nicht nur als Forscher zur Wirtschaft zu gehen, sondern die Entwicklungsabteilungen der Unternehmen auf den Campus zu holen. Dort werden Forscher generell von Anfang an mit namhaften Partnern aus der Wirtschaft zusammenarbeiten.


WDR.de: Welchen Nutzen hat das Campus-Projekt für die Region?


Schmachtenberg: Abgesehen von den Impulsen, die die Entwicklungen auf dem Campus der Wirtschaft geben werden: Es werden dort auch rund 5.500 Arbeitsplätze entstehen. Und durch diese werden weitere geschaffen. Langfristig ist unser Ziel, rund 10.000 neue Arbeitsplätze in Aachen und Umgebung zu schaffen.


WDR.de: Bei dem Campus-Projekt geht es um gewaltige Summen, von zwei Milliarden Euro ist die Rede. Von wem stammen diese Gelder?


Schmachtenberg: Von privaten Investoren. Wir werden den Campus nicht mit öffentlichen Mitteln aufbauen. Das Geld stammt von Unternehmen, die erkannt haben, dass Wissenschaft ein attraktiver Markt ist. Und die investieren in dieses Gebiet hinein.


WDR.de: Was bringt der neue Campus für die Studenten der Hochschule?


Skizze des geplanten Campus der RWTH Aachen; Rechte: RWTH Aachen

Die Kosten tragen private Investoren

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Schmachtenberg: Zunächst einmal profitieren auch die Studenten von der engen Zusammenarbeit mit den Industrieunternehmen. Sie arbeiten schon während des Studiums in Entwicklungsprojekten mit den Unternehmen zusammen. Ihr Studium wird sehr viel praxisnäher, und das erhöht natürlich auch ihre beruflichen Chancen.


WDR.de: Wann werden die ersten Wissenschaftler auf dem Campus die Arbeit aufnehmen können?


Schmachtenberg: Wir haben jetzt die Genehmigung für die ersten sechs Abschnitte. Im Laufe des Jahres wird auch die Bautätigkeit beginnen, und vielleicht Mitte nächsten Jahres ist das erste Gebäude fertiggestellt.

Das Gespräch führte Ingo Wagner.






Stand: 18.02.2010, 12:20 Uhr


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