http://www.wdr.de/wissen/wdr_wissen/themen/schule_beruf/aktuell/2011/07/studentenansturm.php5

Sie befinden sich hier: WDR.deWDR Wissen Schule/Beruf Hochschulen und Städte bereiten sich auf Studentenansturm vor

Hochschulen und Städte bereiten sich vor

Vor der Studentenschwemme

Ingo Wagner

Die Aussetzung der Wehrpflicht und der doppelte Abiturjahrgang werden in den nächsten Jahren für einen massiven Zustrom neuer Studenten an den Unis sorgen. Das stellt nicht nur die Hochschulen vor große Herausforderungen, sondern auch den Wohnungsmarkt.

Ein geschlossener Hörsaal; Rechte:dpa/A3250 Oliver Berg/koe106

In den Ferien wird viel gebaut

Bild vergrößern

Wenn in rund zwei Wochen die Semesterferien beginnen, werden viele Hochschulen in NRW die Gelegenheit nutzen, um Bau- und Instandsetzungsarbeiten durchzuführen, die wegen des Vorlesungsbetriebes aufgeschoben werden mussten. Inzwischen ist das sogar noch notwendiger als früher: Denn für die vielen neuen Studenten, die bis 2015 erwartet werden, müssen zahlreiche Gebäude umgebaut oder erweitert werden.


Universitäten bekommen den Anstieg schon jetzt zu spüren

Ein voller Hörsaal; Rechte:dpa/dpa Picture-Alliance / Oliver Be

Der Ansturm wird die Hörsäle noch mehr füllen

Bild vergrößern

Schon durch die Aussetzung der Wehrpflicht werden sich jetzt mehr neue Studenten an den Hochschulen einschreiben als gewöhnlich. Und dann folgt der eigentliche Andrang durch den doppelten Abiturjahrgang 2013: Allein an der Universität zu Köln wird bis 2015 mit 7.500 zusätzlichen Studenten gerechnet, an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf werden rund 5.000 erwartet und in Aachen an der RWTH werden es etwa 4.000 sein.


Bauen für den Studentenansturm

Baufahrzeuge; Rechte:WDR/Lensmen/Görgen, Klaus

Hier wird die RWTH erweitert

Bild vergrößern

Dafür wird nun intensiv gebaut. Vor allem neue Hörsäle müssen her: An der RWTH Aachen entsteht derzeit ein ganzes Hörsaalzentrum mit 13 neuen Hörsälen – es soll in zwei Jahren fertig sein. Auch an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf werden neue Gebäude errichtet oder intensiv modernisiert. Insgesamt erhält die Hochschule dafür vom Land rund 110 Millionen Euro. Das Geld kommt aus dem Hochschulmodernisierungsprogramm des Landes, durch das die nordrhein-westfälischen Hochschulen bis 2015 mit insgesamt acht Milliarden Euro unterstützt werden.


Werbung bei Bauherren und Wohnungseigentümern

Der Wohnraum für die Studenten wird ein großes Problem sein: Das Aachener Studentenwerk zum Beispiel baut derzeit drei neue Wohnheime – mit 640 Plätzen. Das wird nach Ansicht von Stadt und Hochschulen aber nicht ausreichen: Sie haben sich zusammengetan, um mehr Wohnraum für die Studierenden zu beschaffen.


Studentenwohnheim wird renoviert; Rechte:WDR/Robert B. Fishman

Schon jetzt wird viel gebaut

Bild vergrößern

Dazu gehören auch Appelle an die Bevölkerung, Wohnungen an Studenten zu vermieten. Außerdem befindet sich die Stadt im Gespräch mit Investoren, die neue Gebäude mit Studentenwohnungen errichten sollen. Um es ihnen einfacher zu machen, gibt es neuerdings einen "Lotsen Bauen" bei der Stadt Aachen – er soll Ansprechpartner in allen Fragen rund um Planungs- und Baurecht bei der Schaffung von Wohnraum sein. Auch in Köln will das Studentenwerk im Notfall über Printanzeigen, Presseaufrufe und das Internet versuchen, mehr Wohnungen für Studenten zu bekommen.


Hochschulen glauben sich gut gerüstet

An den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen glauben die Verantwortlichen jedenfalls, alles getan zu haben, um den Studentenansturm aufzufangen. "Wir sind bestens gerüstet. Wir haben uns lange darauf vorbereitet. Es wird natürlich an der einen oder anderen Stelle zwicken, das ist völlig klar", sagt der Rektor der Fachhochschule Aachen, Marcus Baumann. "Aber wir haben alles Notwendige eingeleitet und ich bin sicher, dass wir mit diesem Anstieg schon zurechtkommen werden."






Kommentare 

Bisherige Beiträge

Wolle vor 47 Woche(n)
durch diesen Bildungswahn, werden wir immer weniger fachlich und praktisch versierte Mitarbeiter haben. Ein Bäcker, Verkäufer, Friseurin, Bedienung braucht keinen Master. Wir müssen lernen auch solche Berufe zu akzeptieren. Diese Menschen machen sich für uns die Hände schmutzig- für wenig Lohn und null Anerkennung in der Gesellschaft. Sollen demnächst alle Bildungsschwachen in Hartz IV landen, obwohl diese wenn man sie akzeptiert und wie Menschen behandelt sicherlich mehr praktische Fähigkeiten haben als ein Bleistiftschubser? Wir brauchen nicht nur Controller, Betriebswirte, Wirtschaftsprüfer und Doktoranten oder studentische Taxifahrer. Davon kann keine Wirtschaft dauerhaft bestehen.
miwi vor 47 Woche(n)
Na, wenn die Stilllegung der Wehrpflicht / Zivildienst so, wie jetzt gemacht, eine gute Entscheidung ist - und alles, was diese Stilllegung mit sich zieht .... ????? Da wurde - ohne Fußnoten zu lesen - einfach mal so eine Entscheidung getroffen; die Entscheidungsträger sollten mal Schach spielen lernen, dann könnten sie evtl. eher nachfolgende Auswirkunegn abschätzen.

Eigenen Kommentar schreiben:

Zeichen verbleiben.

Regeln fürs Kommentieren


Deshalb stellt der WDR dumme Fragen
Sie sind schlauer als Spam-Automaten.
Bitte antworten Sie auf folgende Frage:

Welcher Fluss fließt durch das Rheinland?

04.07.2011


Programmkalender

Monat zurück Mai 2012 Monat vor
Mo Di Mi Do Fr Sa So
  1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31      

Planet Schule

Logo Planet Schule; Rechte: WDR/SWR

Die Seite für Lehrer und Schüler

Filme, Infos, Materialien, Spiele [mehr]

Lernen fürs Leben

Mädchen mit Lötkolben; Rechte: WDR

Lehrstellenaktion

Der WDR hilft bei der Jobsuche [mehr]

Medienkompetenz

Mädchen hört Radio ; Rechte: WDR

Netzwerk Medienkompetenz

Fortbildungen, Aktionen, Unterrichtsmaterialien [mehr]



Suche in WDR-Wissen