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14.08.2019, 17.45 - 18.00 Uhr | WDR 3

WDR 3 ZeitZeichen

14. August 1919 - Die Weimarer Verfassung tritt in Kraft
Von Edda Dammmüller

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"Bonn ist nicht Weimar." Dieser Satz hat die erste deutsche Republik lange Zeit diskreditiert als etwas, das sich keinesfalls wiederholen darf. Tausende von Büchern schildern ihr Scheitern.
Erst seit etwa 20 Jahren wird die Weimarer Republik, die 1933 in die Nazi-Diktatur mündete, nicht mehr nur im Rückspiegel betrachtet. Die Weimarer Verfassung, die am 14. August 1919 in Kraft trat, war eine der modernsten ihrer Zeit: Wahlrecht für Frauen, Gewaltenteilung, Föderalismus, Bekenntnis zu Grundrechten und Sozialstaat. Der berüchtigte Artikel 48 (Notverordnungsrecht), der schließlich zu Hitler führte, war als eine Art SOS des Parlaments an den Reichspräsidenten gedacht. Der erste Amtsinhaber Friedrich Ebert (SPD) wandte ihn mehr als 100 Mal an: um die Republik gegen ihre Feinde zu verteidigen.