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17.02.2020, 17.45 - 18.00 Uhr | WDR 3

WDR 3 ZeitZeichen

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17. Februar 1370 - In der Schlacht bei Rudau siegt der Deutsche Orden über die Litauer Von Almut Finck

Ostpreußenland - Deutsch-Ordensland? So hat es die deutsch-nationale Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts gesehen, ein Mythos, den die Nationalsozialisten weiter propagierten, zur Legitimierung ihres "Drangs nach Osten" und der (Rück-)Eroberung angeblich deutschen "Lebensraums" zwischen Weichsel und Memel - und weiter gen Osten.

Tatsächlich gelang dem Deutschen Orden, neben den Templern und den Johannitern der dritte große geistliche Ritterorden, bis zum späten 13. Jahrhundert die Landnahme und Besiedlung zunächst des von den Preußen besiedelten Territoriums. Die heidnischen Litauer widersetzten sich, bis zur Schlacht bei Rudau, 1370. Die Blütezeit des Deutschen Ordens begann. Ostpreußen blieb freilich immer - und ist bis heute - eine kulturelle Schnittstelle litauisch-baltischer, polnischer, russischer und deutscher Identitäten.