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23.10.2020, 17.45 - 18.00 Uhr | WDR 3

WDR 3 ZeitZeichen

23. Oktober 1520 - Die Kaiserkrönung von König Karl V. in Aachen
Von Marfa Heimbach

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In seinem Reich ging die Sonne nie unter, heißt es und sein Wahlspruch lautete: "Plus ultra - Immer noch weiter." Karl V., deutscher König und gewählter römischer Kaiser. Seine Krönung vor 500 Jahren musste um fünf Monate verschoben werden, weil sich die Krönungsstadt Aachen wegen der Pest-Epidemie im Lockdown befand.
Karl V. war einer der mächtigsten europäischen Herrscher der Geschichte. Sein Herrschaftsbereich reichte von Europa bis in die Neue Welt und fiel dem knapp 20-Jährigen als Erbe in den Schoß. Am Ende des Mittelalters und zum Beginn der Neuzeit steht der junge Kaiser vor drei großen Herausforderungen: Der Umgang mit den Territorien in der Neuen Welt, die Expansion der Osmanen nach Europa, vor allem aber die große Kirchenspaltung und die Konflikte zwischen Katholizismus und Protestantismus. Am Ende ist Karl V. der einzige "römische Kaiser deutscher Nation," der jemals zurücktritt und seine letzten Jahre in einem spanischen Kloster verbringt.