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22.11.2020, 15.04 - 16.00 Uhr | WDR 3

WDR 3 Kulturfeature

Todesfugen und Sprachgitter
Der Celan Effekt
Von Thomas von Steinaecker

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Am 23. November 1920, vor einhundert Jahren, wurde Paul Celan als Sohn einer jüdischen Familie in Czernowitz geboren, das heute in der Ukraine liegt. Er war einer der größten deutschsprachigen Dichter des 20. Jahrhunderts.
50 Jahre nach seinem Tod ist die Rezeption Paul Celans unüberschaubar geworden: Akademische Abhandlungen, Übersetzungen, Anselm Kiefers Bilder-Zyklen, Hommagen junger Lyriker*innen, Vertonungen in der Neuen Musik oder von Darkwave-Bands. Selbst seine Biografie ist Stoff von Romanen und Opern, der Briefwechsel mit seiner Geliebten, der Autorin Ingeborg Bachmann, ein Bestseller. Paul Celan, ein neuer Rilke für unsere Zeit? Und das obwohl seine Texte als Inbegriff des schwer Verständlichen und Hermetischen gelten. Weggefährten wie Klaus Reichert, die Celan-Forscherin Barbara Wiedemann, der Lyriker Marcel Beyer und der Komponist Peter Ruzicka gehen der Frage nach, wie es zur internationalen Mythisierung des Autors kam.

Produktion: rbb/WDR 2020