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26.09.2021, 17.45 - 18.00 Uhr | WDR 3

WDR 3 ZeitZeichen

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26. September 1971 - Mit dem Winterfahrplan 1971/72 nehmen die Intercity-Züge der Deutschen Bundesbahn ihren Betrieb auf Von Kay Bandermann

Mitte der 1960er Jahre suchte die Deutsche Bundesbahn neue Ideen gegen ihr Dauer-Defizit, das vom Steuerzahler Jahr für Jahr ausgebügelt wurde. Um gehobene (Geschäfts-) Kundschaft im Fernreiseverkehr von der Straße auf die Schiene zu locken, wurde ein komfortabler Schienendienst eingeführt. Der Intercity - kurz: IC - sollte mit schnellen, regelmäßigen Zügen die Metropolen verbinden. Zunächst noch im Zwei-Stunden-Takt und nur in der 1. Klasse. Die Züge trugen noble Namen wie "Patrizier" oder "Mercator".
Der Erfolg der groß angekündigten "Revolution" war überschaubar. Deshalb wurde nachgesteuert: der IC wurde vom Zwei- auf den Einstunden-Rhythmus umgestellt und das Angebot auf die zweite Klasse ausgeweitet. Und mit der Einführung des noch schnelleren, noch bequemer ausgestatteten ICE (1985) kannibalisierte sich die Bahn selbst.
50 Jahre nach der IC-Einführung fährt die Bahn "grün" und versucht, als besonders klimafreundliches Verkehrsmittel zu punkten.