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03.12.2019, 09.45 - 10.00 Uhr | WDR 5

ZeitZeichen

3. Dezember 1919 - Der Todestag des französischen Malers Pierre-Auguste Renoir
Von Anke Rebbert

Gemälde "Schlafende Haremsdame"

Sendung vom 03.12.2019

03.12.2019, 09.45 - 10.00 Uhr | WDR 5

  • Stereo

Vor dem Metropolitan Museum in New York hat sich im Oktober 2015 eine Gruppe von Menschen versammelt. "Gott hasst Renoir" steht auf einem der Plakate, die hoch gehalten werden. Angeführt wird der Protest von einem New Yorker Hipster. Er will die Bilder von Renoir, für die Liebhaber Millionen zahlen, aus den Museen entfernen lassen. Weil dieser seiner Meinung nach untalentiert und überbewertet sei.
Im Netz schart er Gleichgesinnte um sich und postet Fotos von Kotztüten vor Renoir-Bildern. Pierre-Auguste Renoir war ein bodenständiger Mensch, der sich selbst als Handwerker verstand. "Bei einem Maler zählt nur, was er auf die Leinwand bringt. Und das hat mit Träumen nichts zu tun. Da geht es um gute Farben, gutes Leinöl und ein bisschen Terpentin." Der in Limoges geborene Sohn eines Schneiders erlernte zuerst den Beruf des Porzellanmalers, ehe er zu jener revolutionären Gruppe von Künstlern gehörte, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Impressionisten verspottet wurde. An der Kunst hielt Renoir bis zum Tod fest. Auch als er die Finger vor Rheumaschmerzen kaum noch bewegen konnte, legte er den Pinsel nicht aus der Hand.

Wiederholung: WDR 3 17.45 Uhr