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17.12.2017, 20.15 - 21.45 Uhr | WDR Fernsehen

Lust auf Wandern! Vom Ruhrgebiet ins Münsterland

Das Winter-Wander-Special ausgesucht und moderiert von Marco Schreyl

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Wandern kann man zu jeder Jahreszeit. Wer über das Jahr seine Wanderschuhe schnürt wie Marco Schreyl, tut dies auch in der kalten Jahreszeit und entdeckt Nordrhein-Westfalen.

An Tag 1 seiner zweitägigen Tour wandert Marco Schreyl gemeinsam mit dem Autor und Kabarettisten Torsten Sträter. 15 km lang ist die abwechslungsreiche Strecke und führt die beiden Männer durch Torstens Heimat. "Ich komme nicht aus dem Ruhrpott, auf'n Pott geht man, sondern aus dem Ruhrgebiet", sagt der heimatverliebte Sträter, der als Kind mal auf den Brocken gewandert ist, ansonsten aber bergauf am liebsten meidet. Ein paar Höhenmeter sind dennoch zu machen, denn die beiden starten an der Berghalde Rungenberg in Gelsenkirchen. Von hier aus geht es durch das idyllische Naherholungsgebiet am Berger See, vorbei am Wasserschloss Haus Berge und quer durch die Löchterheide. Die alten Buchen und Eichen flanieren stimmungsvoll die zahllosen Wege. Einer davon führt zu einem schauerlichen Ort, wo vor Jahrzehnten 48 Löwen zuhause waren. Dort treffen Marco und Torsten nicht nur einen urigen Förster, sondern auch den jetzigen Grafen Carl Otto von und zu Westerholt, der alles über das wahre Ende der Löwen-Herde und die überraschende Historie der kleinen Sieben-Schmerzen-Kapelle mitten im Wald weiß. Ein paar Anekdoten zur turbulenten Familiengeschichte von Schloss Westerholt erfahren die beiden Wanderer auch noch. Womit Torsten nicht gerechnet hat: sein Weg führt durch ein zauberhaft, verträumtes Örtchen mit 60 gut erhaltenen Fachwerk-Häusern, das alte Dorf Westerholt, auch liebevoll das westfälische Rothenburg genannt. "Wandern ist spannend", resümiert Sträter beim Gehen, "weil man einfach man ohne Zweck losläuft".

Nach seiner Übernachtung im "Roadcamp" trifft Marco am nächsten Morgen Comedian Lisa Feller, die ihn auf der 20 km langen, vielseitigen Tagestour von Marl nach Haltern am See begleitet. Lisa hat eine besondere Verbindung zu Marl, da sie früher ihre Sommerferien oft bei den Großeltern verbrachte. Und auch wenn sie "überhaupt kein Wandervogel ist", so sagt sie doch: "mit dem Wandern verbinde ich wunderschöne Kindheitserinnerungen". Auf engen Pfaden, an steilen Böschungen entlang wandern die beiden an einer der größten Bodendenkmäler des Ruhrgebietes entlang: der früheren Sinsener Wallburg, wo im Mittelalter tausende von Menschen wohnten und Schutz fanden. Weiter geht der Weg durch die hügelige Haard im schönen Naturpark Hohe Mark, an urigen Ausflugslokalen vorbei, in denen die Wanderer köstlich selbst gebackenen Kuchen bekommen. 18 Jahre trainierte die Polizeireiterstaffel hier in der Reitanlage Haard, die nun ein privates Reiterparadies ist. Und es bleibt abwechslungsreich, denn Marco kennt das Geheimnis der "schwarzen Berge", die Besonderheiten des Brinksknapp-Teichs, einem der letzten intakten Hochmoore und die wichtige Bedeutung des 32 m hohen Feuerwachturms auf dem Rennberg. Nicht nur in Kalifornien, auch im Ruhrgebiet lauert Waldbrandgefahr durch den besonders hohen Salzgehalt des Bodens. Marco und Lisa treffen Menschen aus der Umgebung, die mehr über die Eigentümlichkeiten ihre Region wissen und uns daran teilhaben lassen. "Wandern ist eine große Chance, mehr über die eigene Heimat zu erfahren", stellt Lisa auf ihrem Weg fest. Wer das Wasser liebt, kommt auf seine Kosten: die Strecke geht entlang des Wesel-Datteln-Kanals, durch den historischen Ortskern von Flaesheim bis zur gleichnamigen Schleuse, wo der Schleusenmeister die beiden erwartet. Die letzte Etappe führt Marco und Lisa zu einem der schönsten Seen der Region: dem Halterner Stausee.

Wer jetzt Lust auf Wandern bekommt, kann gleich die Wanderstiefel schnüren. Alle Touren aus "Lust auf Wandern!" sind umfangreich dokumentiert und zum Nachwandern empfohlen. Gleich fünf Kamerateams begleiten Marco zu Fuß, aus der Luft und auf Reifen. Die aufwendige Technik ermöglicht dem Zuschauer, so nah bei den Wanderern zu sein, dass Höhen und Tiefen jeder Wanderung miterlebt und mitgefühlt werden können.