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29.12.2017, 14.30 - 16.00 Uhr | WDR Fernsehen

Zeitenwende - Die Renaissance

Ein Film von Martin Papirowski

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Im 14. Jahrhundert setzt eine wirtschaftliche, wissenschaftliche, technische, gesellschaftliche, religiöse und kulturelle Entwicklung ein, die einzigartig in der Geschichte ist - die Renaissance. Sie schafft einen neuen Typus Mensch, der nicht mehr nur glauben will, sondern den Dingen "auf den Grund" geht und der sich selbst als ein "göttliches Wesen" begreift.

Die Dokumentation fahndet nach den Faktoren: Wie die Zerstörung Konstantinopels im 4. Kreuzzug oder die Katastrophe der Pest. Oströmische Gelehrte bringen das verlorene Wissen der Antike in den Westen, lösen Innovationsschübe in allen Fakultäten aus. Doch die Renaissance ist mehr als die "Wiedergeburt der Antike", denn sie wird die Kenntnisse der Antike überflügeln.

Die Dokumentation analysiert die Kettenreaktion des Fortschritts und ihre Auswirkung auf die Gegenwart. Sie wagt den Brückenschlag von der (Wieder-)Erfindung der Zentralperspektive zu CAD-Systemen, von Leonardos Maschinen-Mensch zu autonomen Roboter-Kickern. Auch Global Player, Großbanken oder Massenkommunikation gab es schon in der Renaissance. Hier wird die Geschichte phänomenologisch erzählt, erweitert die visuellen Instrumente der Dokumentation durch szenische "Zeitreisen" zu den Wendepunkten der Geschichte, er verbindet Zeitraffung, Zeitdehnung mit einer cineastischen Optik.

"Man kann sagen, dass unsere Moderne Welt ohne das, was die Renaissance erdacht und erfunden hat, unvorstellbar wäre." (Prof. Bernd Roeck)