Programmübersicht

  • Heute
  • Jetzt
01.02.2018, 14.30 - 15.15 Uhr | WDR Fernsehen

Im Bann der Arktis - Jenseits der Taiga

Ein Film von Klaus Scherer

  • Icon facebook
  • Icon Google+
  • Icon WhatsApp
  • Icon Drucker
  • Stereo
  • HD

Die Arktis ist eine der wunderbarsten Landschaften unseres Planeten. Sie wird sich infolge des Klimawandels vermutlich unwiederbringlich verändern. Die Welt beklagt das, ohne zu handeln. Gerade im hohen Norden indes passen sich Bewohner längst der Wirklichkeit an. Sie züchten in Grönland Kartoffeln und Kräuter, erschließen Tauchgründe in Island, verändern den Hausbau in Russland. Und sie kämpfen um Mitsprache - allen voran die Inuit -, damit nicht allein die Ölkonzerne über die Zukunft ihrer Heimat entscheiden.

Acht Jahre nach seiner ersten Polarkreis-Tour um die halbe Welt hat Klaus Scherer nun die andere Hälfte bereist: Von Grönlands Ostküste aus durch Island, Nordskandinavien und Russland bis zu Amerikas nördlichem Außenposten Point Hope in Alaska, wo er seine Weltumrundung damals begonnen hatte. Überall trifft er auf Menschen, die ihm von ihrem Leben zwischen Tradition und Zeitenwende erzählen, vom Wandel ihrer Welt, von der Arktis im Aufbruch.

Im zweiten Teil des Films begleitet Scherer eine finnische Studentin, die Rentiere züchtet, die Ureinwohnersprache der Sami studiert und zugleich als Drummerin in einer Heavy-Metal-Band spielt. Das Filmteam beobachtet eine Nacht lang in den Grenzwäldern nahe Russlands Bären und geht in Murmansk an Bord des größten Atomeisbrechers, der für die Schifffahrt neue Routen frei halten soll.

In Jakutsk, der Großstadt mit den kältesten Temperaturen der Welt, erklären Architekten, wie sie die Arktis besiedeln wollen. Im amerikanischen Point Hope trifft Klaus Scherer nach acht Jahren schließlich seinen Inuit-Freund Steve Oomittuk wieder, der dort Bürgermeister ist. Sein Dorf in Alaska lebt seit Jahrhunderten vor allem von Walfang und Karibu-Jagd. Jetzt drängen die Ölkonzerne in die Region, doch das Dorf klagte erfolgreich dagegen. Die Risiken einer Ölpest, urteilten Gerichte, seien zu hoch.