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14.02.2018, 14.30 - 15.15 Uhr | WDR Fernsehen

Mongolei - Zwischen Jurte und Megacity

Ein Film von Burkhard Vorländer

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Die Mongolei ist ein riesiges, weites Land, fast viermal so groß wie Deutschland. In der Hauptstadt Ulan Bator pulsiert das Leben, die weite Steppe ist hingegen nur sehr spärlich besiedelt. Der Film zeigt die gewaltigen Unterschiede zwischen der Stadt, in der mongolische Traditionen auf moderne Großstadtmenschen prallen, und dem weiten Land, in dem Nomaden noch immer weitestgehend isoliert umherziehen.

Da sind zum Beispiel Tsogbajr und seine Frau Zolzaja. Die beiden sind Anfang 30, haben zwei Kinder und scheinen ein ganz normales modernes Stadtleben in Ulan Bator zu führen. Tsogbajr arbeitet als Verkäufer in einem Geschäft für Autozubehör. Doch neben seinem normalen Job geht er einer besonderen Berufung nach: Tsogbajr ist Schamane. Er versteht sich als ein Vermittler zwischen der traditionellen Geisterwelt und dem modernen Leben.

In einem Jurtencamp, das von einer Nomadenkooperative betrieben wird, findet das Filmteam die einzige Nomadenbibliothek des Landes, untergebracht in einer Jurte. Auf dem Land leben die Nomaden fast genauso traditionell wie schon seit Jahrhunderten. Zwar müssen sie nicht auf Handy und Satellitenfernsehen verzichten, doch sie ziehen wie eh und je mitsamt ihren Herden vom Sommer- ins Winterlager und wieder zurück.

Die nächste Station ist die alte Königsstadt Karakorum. Hier besuchen wir Erdene Zuu, die bedeutendste Klosteranlage der Mongolei. Die Sowjets haben fast alle buddhistischen Heiligtümer in der Mongolei zerstört, aber Erdene Zuu wurde in den 1990er-Jahren wieder aufgebaut. Und nun sorgt der Oberlama des Klosters dafür, dass hier wieder nach den alten buddhistischen Regeln gelernt und gelebt wird.

In der Wüste Gobi treffen wir den Saurierforscher Tumendelger Khumbaa. In Shar Tsav, einer riesigen, rot leuchtenden Lehmfelsformation, wurden in den 1920er-Jahren Saurier-Eier gefunden, damals eine Sensation. Bis heute ist dies ein sagenhafter Ort. Wenn es in der Wüste Gobi mal regnet, werden oftmals Jahrmillionen alte Knochen frei gespült.

Der Schriftsteller Galsan Tschinag ist nach Dschingis Khan der wohl bekannteste Mongole in Deutschland. Er ist das Oberhaupt seines tuwinischen Stammes im Altai-Gebirge und hat zur Zeit der sowjetischen Unterdrückung in Jena studiert. Er hat sich in den Kopf gesetzt, in der Mongolei eine Million Bäume zu pflanzen. Denn in den vergangenen Jahrzehnten haben die Mächtigen die Waldbestände rücksichtslos abgeholzt und gewinnbringend exportiert.

Die Mongolei ist ein riesiges, weites Land, fast viermal so groß wie Deutschland. In der Hauptstadt Ulan Bator pulsiert das Leben, die weite Steppe ist hingegen nur sehr spärlich besiedelt. Der Film zeigt die gewaltigen Unterschiede zwischen der Stadt, in der mongolische Traditionen auf moderne Großstadtmenschen prallen, und dem weiten Land, in dem Nomaden noch immer weitestgehend isoliert umherziehen.

Da sind zum Beispiel Tsogbajr und seine Frau Zolzaja. Die beiden sind Anfang 30, haben zwei Kinder und scheinen ein ganz normales modernes Stadtleben in Ulan Bator zu führen. Tsogbajr arbeitet als Verkäufer in einem Geschäft für Autozubehör. Doch neben seinem normalen Job geht er einer besonderen Berufung nach: Tsogbajr ist Schamane. Er versteht sich als ein Vermittler zwischen der traditionellen Geisterwelt und dem modernen Leben.

In einem Jurtencamp, das von einer Nomadenkooperative betrieben wird, findet das Filmteam die einzige Nomadenbibliothek des Landes, untergebracht in einer Jurte. Auf dem Land leben die Nomaden fast genauso traditionell wie schon seit Jahrhunderten. Zwar müssen sie nicht auf Handy und Satellitenfernsehen verzichten, doch sie ziehen wie eh und je mitsamt ihren Herden vom Sommer- ins Winterlager und wieder zurück.

Die nächste Station ist die alte Königsstadt Karakorum. Hier besuchen wir Erdene Zuu, die bedeutendste Klosteranlage der Mongolei. Die Sowjets haben fast alle buddhistischen Heiligtümer in der Mongolei zerstört, aber Erdene Zuu wurde in den 1990er-Jahren wieder aufgebaut. Und nun sorgt der Oberlama des Klosters dafür, dass hier wieder nach den alten buddhistischen Regeln gelernt und gelebt wird.

In der Wüste Gobi treffen wir den Saurierforscher Tumendelger Khumbaa. In Shar Tsav, einer riesigen, rot leuchtenden Lehmfelsformation, wurden in den 1920er-Jahren Saurier-Eier gefunden, damals eine Sensation. Bis heute ist dies ein sagenhafter Ort. Wenn es in der Wüste Gobi mal regnet, werden oftmals Jahrmillionen alte Knochen frei gespült.

Der Schriftsteller Galsan Tschinag ist nach Dschingis Khan der wohl bekannteste Mongole in Deutschland. Er ist das Oberhaupt seines tuwinischen Stammes im Altai-Gebirge und hat zur Zeit der sowjetischen Unterdrückung in Jena studiert. Er hat sich in den Kopf gesetzt, in der Mongolei eine Million Bäume zu pflanzen. Denn in den vergangenen Jahrzehnten haben die Mächtigen die Waldbestände rücksichtslos abgeholzt und gewinnbringend exportiert.