Hauptnavigation

Sonntag, 27.05.2012

Suche im Redaktionsangebot von WDR-dok
  • Tipps zur vergrößerten Ansicht.
  • Kontakt zur Redaktion.
  • Alle WDR Sendungen von A bis Z.
  • Inhaltsverzeichnis WDR.de.
  • Hilfe.
  • Multimedia.

WDR-dok

Navigation


Zurück: April 2012 Sendeplan für Mai 2012 Weiter: Juni 2012
Mo Di Mi Do Fr Sa So
01 02 03 04 05 06
07 08 09 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31

Sie befinden sich hier: > WDR.de > WDR Fernsehen > Kultur > WDR-dok > New York im Schatten der Türme


New York im Schatten der Türme

(Samstag, 10.09.2011, 00.00 - 00.45 Uhr)

„Dort, wo die Türme stehen sollten, sehe ich eine amputierte Skyline - ein Loch im Himmel.“ So beschreibt Cheryl die Aussicht von ihrem Dach im New Yorker Stadtteil Red Hook, gleich gegenüber von Manhattan - fünf Jahre nach den Anschlägen auf das World Trade Center .

Die Skyline von Manhattan.
Come-back City: die Skyline von Manhattan

Oberflächlich betrachtet scheint es, als ginge es der Stadt besser denn je. Damit hätte vor vier Jahren niemand gerechnet. Der Immobilienmarkt scheint zu explodieren, Schlagzeilen wie "Come-back City" oder "Boom-Town New York" transportieren diese fast kämpferische Botschaft auch ins Ausland. "Für Immobilien werden Summen bezahlt, die im Jahr 2000 noch unvorstellbar waren", freut sich die Grande Dame der Luxusimmobilien, Alice Mason. Und die muss es wissen, schließlich verkaufte sie schon Woody Allens und Tommy Hilfigers Appartement. Und auch Phil Frabosilo, der spitzfindige, selbsternannte Taxi-Philosoph meint: „Die Leute haben's vergessen.“

Nicht alle New Yorker können vergessen

Doch hinter der Fassade von Glitzer und Glamour kämpft die Stadt jeden Tag aufs Neue. „Es ziehen sich immer noch Verletzungen und Schmerz durch die Stadt. Um diese Wunden zu erkennen, muss man allerdings ganz genau hinschauen." Dr. Craig Katz, Spezialist für Katastrophenpsychologie und Leiter eines Hilfsprogramms für Betroffene des 11. September, behandelt mit einem Team von Psychologen all jene New Yorker, die nicht vergessen können. Arbeiter, die am Ground Zero Trümmer und Leichenteile abtransportieren mussten, Büroangestellte, die sich im letzten Moment noch aus den Türmen retten konnten, Feuerwehrleute oder Krankenwagenfahrer wie James Dobson: "Ich nehme mir immer fest vor etwas zu tun, aber dann bleib ich doch zu Hause. Ich gehe kaum noch raus."

Abschiednehmen fällt schwer, gerade wenn man keinen Ort hat, an dem man trauern kann. Lois Gartenberg hat ihren Sohn Jimmy im Nordturm verloren. Lois Gartenberg bekam wie viele Hinterbliebene, von deren Angehörigen keine Überreste geborgen werden konnten, eine Urne mit Staub und Trümmerteilen überreicht. "Ich hab' unsere verschenkt", sagt sie, "ich will keinen Schutt. Ich will meinen Sohn."

Das Trauma des 11. September liegt tief im Herzen New Yorks und lässt sich auch nicht wegfeiern. Doch die New Yorker geben sich unerschütterlich kämpferisch. Wie eine Insel mutet das Restaurant „Colors“ an, das von überlebenden Angestellten des „Windows of the World“ gegründet wurde, dem Restaurant in einer der obersten Etagen des World Trade Center. Die erste Tagesschicht wurde unter dem Turm begraben, die zweite führt nun als multikulturelle Kooperative zum Andenken an die Kollegen das "Colors". "Jeden Tag danke ich Gott, jeden Tag", strahlt Barmann Patricio. Für die meisten New Yorker kam es nicht in Frage die Stadt zu verlassen. "Lieber in New York sterben, als in Ohio leben", bringt es die Luxus-Immobilienmaklerin Dominique Richard auf den Punkt. Und so spricht Phil Fabrosilo, der Taxifahrer, den New Yorkern aus der Seele, wenn er meint: „Sie können uns zwar umhauen, aber los werden sie uns nie.“

Redaktion: Christiane Hinz

Stand: 29.08.2011


Programm-Hinweis

Ein Polizei Käfer

Als die Polizei noch im Käfer kam
Samstag, 26. Mai,
ab 00:00 Uhr

[mehr]


LIVESTREAM


NEWSLETTER

Grafik zeigt einen Briefumschlag, davor "news"

DOKU AM FREITAG

Kiosk

PREISE

Grafischer Schriftzug "Preise und Auszeichnugnen";
Hintergrund: Der Grimme-Preis

  • Seite empfehlen.

Der WDR ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.