Bretagne - Wind und Meer, Genuss und Magie
Unterwegs mit Tamina Kallert
- Sonntag, 18. November 2012, 20.15 - 21.45 Uhr
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Tamina und Patrick Le Guern, waschechter Bretone, Koch und Restaurantbesitzer in Düsseldorf im äußersten Westen der Bretagne.
Die Bretagne ist eine der beliebtesten Urlaubsregionen
Frankreichs. Die weiten Strände, die steilen Küsten,
magische Orte, hübsche Städte, das leckere Essen und die
freundlichen Menschen - in der Bretagne kann man viel erleben und
entdecken.
Wir sind in den Départements Finistère und Morbihan
unterwegs, dem äußersten Südwesten der Region. Rund
300 Kilometer ragt das Finistère im Westen in den Atlantik.
Finistère kommt von 'Finis Terrae', das Ende der
Welt. So wurde dieser Teil der Bretagne von den Römern
genannt.
Wir starten unsere Reise an der Pointe Du Raz, ganz im Westen, dann
geht es weiter über Quimper in die Hafenstadt Guilvinec,
danach ins Landesinnere nach Pont-Aven und über Baud und die
Steinfelder von Carnac geht es zurück ans Meer zur Halbinsel
Quiberon. Von dort fahren wir wieder zurück in Richtung
Süden und beenden die Tour in Penmarc’h.
Beuzec-Cap-Sizun
Die erste Station unserer Reise liegt über der Bucht von Douarnenez: die kleine Gemeinde Beuzec-Cap-Sizun. Die Kirche Notre Dame de la Clarté ist der Mittelpunkt des Ortes. Eindrucksvoll und mächtig aber auch bisschen düster. Die Kirche wurde aus Granit gebaut, im bretonischen Renaissancestil.
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Die Kirche Notre Dame de la Clarté in Beuzec-Cap-Sizun.
Die Schutzheilige der Bretonen ist St. Anne, die Mutter von Maria. Eine Abbildung der Heiligen Anna findet sich in jedem bretonischen Haushalt. In der Kirche von Beuzec-Cap-Sizun steht eine Statue ihr zu Ehren in einer Seitenkapelle.
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Patrick le Guern zeigt Tamina seine liebste Heilige, die Hl. Anna.
Ausflug zur Île de Sein
Einmal am Tag geht die Fähre vom Anleger in Audierne aus zur Île de Sein. Die kleine Insel liegt eine Stunde Fahrt entfernt vom Festland und ist die Heimatinsel der Vorfahren von Patrick Le Guern.
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Auf dem Weg zur Île de Sein.
Nur sechs Kilometer lang ist die Île de Sein und ganz flach. Früher war der Fischfang die Haupteinnahmequelle der Sénans, wie die Inselbewohner genannt werden. Heute lebt die Insel hauptsächlich vom Sommertourismus.
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Tamina Kallert und Patrick le Guern treffen Bürgermeister Jean Pierre Kerloc’h auf seiner Inspektionsrunde.
Alle Lebensmittel und Haushaltswaren kommen mit dem Schiff auf die Île de Sein, sogar das Trinkwasser. Autos sind auf der Insel verboten, das Transportmittel ist der Handkarren. Viel geschieht nicht auf der kleinen Insel, aber zum Erholen ist sie ideal. Rund 200 Menschen leben noch auf der Île de Sein. Und sie haben eine kleine, charmante Idylle geschaffen.
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Tamina und Patrick bei einer Pause an der Mole der Île de Sein.
Locronan
Locronan ist ein intaktes mittelalterliches Dorf mit knapp 800 Einwohnern. Schon manchem Film hat Locronan als Filmkulisse gedient, zum Beispiel 'Tess' von Roman Polanski. Ein Dorf wie im Märchen.
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Ein Stadtbummel in Locronan, Tamina ist auf dem Weg zur Kirche St. Ronan.
Locronan verdankt seinen Namen dem heiligen Ronan. In der
gotischen Kirche St. Ronan ist er bestattet, seine Geschichte in
ihren Fenstern dargestellt. Der irische Mönch Ronan war ein
Missionar und wurde einst aus Locronan vertrieben. Nach seinem Tode
fanden die Ochsen, die seinen Sarg zogen, allein den Weg
zurück in sein geliebtes Dorf. Ein Zeichen, das als Sieg
über das Heidentum aufgefasst wurde.
Wer in Locronan Hunger verspürt, der könnte das in der
Bäckerei an der Place de l’Eglise angebotene typisch
bretonische Gebäck Kouign Amann probieren, ein sehr
kalorienreiches mehrschichtiges Hefegebäck, das aus Mehl,
gesalzener Butter und karamellisiertem Zucker besteht.
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Superlecker: das typisch bretonische Gebäck Kouign Amann.
Myrdhin – Druide und Barde
Myrdhin ist ein berühmter Druide der Bretagne. Er ist ein Barde. Das ist ein Druide, der die musischen Künste pflegt. Seine keltische Harfe spielt er gerne an einem ihm heiligen Ort, umgeben von mächtigen Findlingen aus Urzeiten.
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Der Druide Myrdhin musiziert auf seiner keltischen Harfe.
An diesem heiligen Ort werden auch die wichtigen Ereignisse des
Jahreskalenders gefeiert. Die beiden Sonnenwenden des Jahres und
die Tag- und Nachtgleiche im Herbst und zu Beginn des
Frühlings. Hier erweist der Druide der Natur seinen
Respekt.
Bevor Myrdhin Barde wurde, ging er einem ganz bürgerlichen
Beruf nach, er war Wirtschaftswissenschaftler. Die Berufung zum
Barden war das Resultat eines langen Prozesses, bei dem er durch
andere Druiden initiiert wurde. Myrdhin lebt auf dem Land in der
Bretagne in einem der typischen Bauernhäuser aus Naturstein.
Hier komponiert er seine Lieder. Er ist ein international
bedeutender Vertreter der keltischen Musik. Für sein
Wirken hat er bereits einen Emmy erhalten.
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Myrhin huldigt bei einem Ritual der Natur.
Autorin: Ulrike Bartels
Stand: 18.11.2012
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